Das INTERREG-Projekt Digitalisierungsoffensive Ostbayern-Oberösterreich verbessert grenzüberschreitend die digitale Darstellung touristischer Leistungen. Leitender Projektpartner ist der Tourismusverband Ostbayern mit den Regionen Bayerischer Wald und Bayerisches Thermenland. Oberösterreichische Partner sind Oberösterreich Tourismus und die Tourismusverbände Donauregion Oberösterreich, Quellenviertel und Mühlviertel. Wissenschaftlicher Partner ist das Institut Centouris der Universität Passau.
Ziel ist die Stärkung der digitalen Kompetenzen und Sichtbarkeit der touristischen Leistungsträger:innen, eine Erhöhung der Buchbarkeit sowie die grenzüberschreitende Bewerbung von touristischen Erlebnissen und Sehenswürdigkeiten im bayerisch-österreichischen Grenzgebiet.
Maßnahmen zur Wissensvermittlung im Rahmen von Coaching und Sensibilisierungsformaten konnten 2025 konsequent fortgeführt werden. Im Rahmen individueller Einzelcoachings erhielten die touristischen Leistungsträger praxisnahe Informationen und Handlungsempfehlungen.
Ein Schwerpunkt 2025 lag auf der Content Produktion für Tourismusverbände, wo durch kontinuierliche Betriebs-Shootings die Online-Präsenz der teilnehmenden Betriebe gestärkt werden konnte. Das dabei entstandene Material fließt zudem auch in den digitalen Reisebegleiter ein. Ergänzend fanden Content Shootings in den Destinationen statt, um authentisches Bildmaterial für Gastgeber:innen und Erlebnisanbieter:innen bereitzustellen.
Freeda kennt Oberösterreich und Ostbayern wie die eigene Westentasche: Als innovatives, webbasiertes Service begleitet die digitale Reisebegleiterin Gäste nahtlos von der Planung bis zum Erlebnis vor Ort - grenzüberschreitend, intuitiv und hoch personalisiert. Ende November 2025 ist Freeda planmäßig in die Beta-Phase gestartet. Das Jahr stand ganz im Zeichen der Umsetzung: von Design und technischer Integration über KI-Implementierung bis hin zu umfassenden Tests und der Vorbereitung des Markteintritts.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Reise-Tools bietet Freeda personalisierte Empfehlungen auf Basis zahlreicher Datenpunkte und höchster Datenqualität. Künstliche Intelligenz spielt eine zentrale, aber bewusst zurückhaltende Rolle: Für Nutzer:innen ist sie als technisches Element nicht sofort sichtbar, sondern wird durch smarte Features erlebbar. Die Auswahl und Integration der KI-Modelle erfolgte gemeinsam mit KI-Expert:innen und anhand klarer Kriterien wie Personalisierungsgrad, Antwortqualität, Mehrsprachigkeit, Fehlertoleranz, Kosten und datenschutzrechtlicher Bewertung.
Freeda wurde konsequent entlang der Bedürfnisse unterschiedlicher Nutzungssituationen konzipiert und entwickelt. Gäste, die ihren Aufenthalt planen, werden dabei ebenso unterstützt wie Reisende, die sich schon vor Ort befinden. Während erstere gezielt passende Aktivitäten und Angebote rund um Ort und Zeitraum ihres Aufenthalts finden, erhalten Gäste vor Ort aktuelle Empfehlungen in unmittelbarer Nähe abgestimmt auf persönliche Interessen, Öffnungszeiten, Verfügbarkeiten und andere Faktoren wie z.B. dem aktuellen Wetter.
Bereits im ersten Quartal 2025 wurde ein innovatives UX-Design nach dem Prinzip „Mobile First“ entwickelt, gefolgt vom Design der Desktop-Variante. Das Design überzeugt durch einen emotionalen Einstieg, klare Strukturen, Barrierefreiheit und hohe Flexibilität. Vom Haupt-Design lassen sich gezielt Variationen ableiten, sodass Freeda nahtlos in die Websites unterschiedlicher Tourismusorganisationen integriert werden kann, während zentrale Designelemente standardisiert bleiben.
Der Prototyp von Freeda – eine erste Grundversion mit den wichtigsten Funktionen für Gäste – ging planmäßig Ende November 2025 in eine Beta-Phase. Die rechtliche Klärung sowie die technische Anbindung und Integration der grenzüberschreitenden Datenquellen aus mein.toubiz (Ostbayern) und TOURDATA (Oberösterreich) wurden damit erfolgreich abgeschlossen. Parallel dazu wurden gezielte Maßnahmen zur Steigerung der Datenqualität gesetzt, um hochwertige und verlässliche Empfehlungen sicherzustellen.
Die organisationsübergreifende Zusammenarbeit bildet auch die Grundlage für das Kommunikations- und Vertriebskonzept. Der Launch von Freeda ist 2026 geplant; Grundsteine wurden bereits im Vorjahr gesetzt. Der Fokus liegt auf einer koordinierten digitalen Kommunikation auf eigenen Kanälen sowie einer gezielten Online-Kampagne mit Fokus auf Retargeting, begleitenden Kommunikationsmaßnahmen in Betrieben und Erlebnisanbietern sowie einer organisationsübergreifenden PR & Pressearbeit.
Durch die neue E-Learning-Plattform schaffen wir eine niederschwellige, orts- und zeitunabhängige Möglichkeit zur Weiterbildung. Mitarbeitende in touristischen Betrieben können sich genau dann und dort weiterbilden, wo es in ihren Arbeitsalltag passt – ob im Hotel, am Campingplatz oder in der Gästebetreuung. Damit wird Befähigung nicht verordnet, sondern ermöglicht: Wissen wird leicht zugänglich, relevant aufbereitet und unmittelbar anwendbar. Zusätzlich können Führungskräfte und Betriebe ihre Teams gezielt unterstützen, indem sie Module empfehlen, die zu ihren Aufgaben und Entwicklungszielen passen.
2024 war geprägt von Vorarbeiten wie der Marktanalyse von Anbietern von E-Learning-Plattformen. Ab Februar 2025 wurde gemeinsam mit teejit und den eCoaches der Projektpartner-Regionen die konkrete Umsetzung in Workshops und Abstimmungsterminen erarbeitet. Die Plattform wurde dabei bewusst gemeinsam mit Regionen, Betrieben und Partner:innen entwickelt.
Im Oktober 2025 wurde die E-Learning Plattform im Rahmen der Infoveranstaltung “WissensZukunft – Neues Denken – Neues Handeln” den Tourismusbetrieben vorgestellt.
Inhaltlich besteht die Plattform aus zwei Bereichen:
Um die E-Learning Plattform auch in den Regionen nachhaltig zu verankern und die Lust aufs Lernen hochzuhalten, gibt es zukünftig monatliche Lernletter zu verschiedensten Themen.
Eine zentrale, moderne Lernumgebung für den Tourismus in Ostbayern und Oberösterreich – praxisnah, niederschwellig und direkt im Arbeitsalltag nutzbar.