Dem Tourismusverband obliegen im Wesentlichen folgende Aufgaben:
Zuordnung der Gemeinden zu den Tourismusverbänden
Alle Mitglieder des Tourismusverbandes – das sind alle Unternehmen, die im Gebiet des Tourismusverbandes ihren Sitz oder eine Betriebsstätte haben und Tourismusbeiträge entrichten, sowie freiwillige Mitglieder – bilden die Vollversammlung. Diese wählt die stimmberechtigten Mitglieder des Aufsichtsrats, dem auch je angefangene 10 Gemeinden ein:e Bürgermeister:in mit Stimmrecht und ein:e Vertreter:in der Landes-Tourismusorganisation mit beratender Stimme angehören. Vom Aufsichtsrat wird eine hauptberufliche Geschäftsführung bestellt.
Das Amt der oberösterreichischen Landesregierung, Abteilung Wirtschaft und Forschung, nimmt Tourismusagenden in den Bereichen
wahr. Eine Abstimmung zwischen diesen Fachbereichen und dem für Tourismus zuständigen Mitglied der Oö. Landesregierung findet regelmäßig statt.
Die WKO Oberösterreich, Sparte Tourismus- und Freizeitwirtschaft, sieht ihre Hauptaufgabe in der Interessenvertretung. Darüber hinaus bietet sie ihren Mitgliedern ein breites Leistungsspektrum:
Die WKOÖ nimmt darüber hinaus hoheitliche Aufgaben als Lehrlingsstelle, bei der Führung der Mitgliederstatistik oder durch die Abnahme von Meisterprüfungen wahr.
Die Aufgaben der Landes-Tourismusorganisation “Oberösterreich Tourismus” sind im Oö. Tourismusgesetz 2018 festgeschrieben.
Sie liegen in der:
Zur Wahrnehmung seiner gesetzlichen Aufgaben verfügte Oberösterreich Tourismus im Berichtsjahr 2025 über ein Budget von rund 15,2 Mio. Euro.
In der Generalversammlung waren 2025 folgende Personen vertreten:
Dieses Gremium hat sich zum strategischen Impulsgeber für den oberösterreichischen Tourismus entwickelt. Die darin vertretenen Personen bringen sich mit fachlichem Input ein, tragen Entscheidungen in die Regionen und Verbände und achten darauf, dass Konzepte und Leitfäden umgesetzt werden.
Oberösterreich Tourismus unterstützt touristische Organisationen seit Jahren mit diversen rechtlichen sowie versicherungsrechtlichen Service- und Beratungsleistungen und hat auch im Berichtsjahr Anfragen im dreistelligen Bereich bearbeitet.
In diesen durchaus dynamischen Bereichen gilt es bei gesetzlichen Änderungen, aktueller Judikatur, neuen Technologien sowie generell im Hinblick auf das Marktgeschehen rasch zu agieren und zu informieren. So gilt es beispielsweise das Medienkooperations- und -förderungs-Transparenzgesetz umzusetzen, Vorbereitungen zum Informationsfreiheitsgesetz zu treffen und sich mit den Chancen und Risiken der aktuellen und umfassenden Thematik “Künstliche Intelligenz” auseinanderzusetzen.
Neben der Koordinierung und Bearbeitung sämtlicher für touristische Organisationen abgeschlossenen Versicherungsverträge werden diese jährlich einer Evaluierung unterzogen und der Umfang bestmöglich angepasst. Großteils werden die Prämien – wie bei der Wegehalterhaftpflicht-, Organhaftpflicht- und Gewerberechtschutz-Versicherung – von der Oberösterreich Tourismus GmbH getragen und bei der Veranstaltungshaftpflicht-, Dienstnehmerkasko- und Kollektivunfall-Versicherung – als kostengünstige Rahmenverträge ausgestaltet.
Oberösterreich Tourismus betreute die heimischen Tourismusverbände zudem in der Umsetzung der OÖ. Tourismus-Haushalts-Verordnung in Bezug auf Budgetierung, Berichtswesen, Jahresabschluss & Bilanzierung, Liquiditäts- und Investitionsplanung sowie bilanzrechtlichen Anfragen und tauschte sich in Bezug auf kaufmännische Fragestellungen auch mit den anderen Landes-Tourismusorganisationen aus. Parallel dazu trieb Oberösterreich Tourismus die Digitalisierung bei internen kaufmännischen Prozessen voran: bereits eingeführte Workflows wurden optimiert und weitere Umstellungen von Prozessen auf digitale Workflows vorbereitet.
Die Oberösterreich Tourismus Information ist die zentrale Informations- und Servicestelle für Urlaub und Freizeitangebote im gesamten Bundesland Oberösterreich. Im Mittelpunkt unserer Tätigkeit stehen die Interessen und Wünsche unserer Gäste.
Wir informieren über passende touristische Angebote aus allen Regionen des Bundeslands – unabhängig davon, wie bekannt oder touristisch entwickelt eine Region ist.
Ob beliebte Hotspots oder kleine, feine Gemeinden abseits der großen Besucherströme: Wir geben persönliche Empfehlungen zu Festivals, Ausflugszielen, Unterkünften sowie zu Natur- und Kulturerlebnissen. Auch weniger touristisch geprägte Regionen sind fixer Bestandteil unseres Angebots und werden auf all unseren Kanälen sichtbar präsentiert.
Die TOURDATA ist die Tourismus-Datenbank für ganz Oberösterreich mit allen touristischen Informationen und Inhalten, die Gäste bei der Urlaubssuche und -buchung, oder aber auch während des Aufenthalts vor Ort benötigen. Auch die 221 oberösterreichischen Gemeinden der Ortsklasse D und deren touristische Betriebe und Angebote werden selbstverständlich und vollumfänglich über TOURDATA dargestellt. Schließlich denkt der Gast nicht in Verwaltungskategorien – für ihn zählt das nahtlose Erlebnis. Ein authentischer Gasthof, ein regionales Museum oder publikumsstarke Highlights wie die Kirschblütenwanderung (die trotz D-Einstufung des Ortes tausende Besucher anzieht) sind wesentliche Mosaiksteine der Attraktivität einer Region.
Um diese Angebote konsequent sichtbar zu machen, setzt Oberösterreich auf eine lückenlose Erfassung in der Tourismus-Datenbank TOURDATA und Darstellung auf Internet-Plattformen wie www.oberoesterreich.at und www.upperaustria.com. Diese Datenexzellenz ist die Basis für die digitale Wertschöpfung in der Fläche. Einen massiven Qualitätssprung markiert dabei die KI-Offensive 2025: Durch die automatisierte, hochqualitative Aufbereitung in Sprachen wie Englisch, Tschechisch und Niederländisch wird das gesamte Leistungsspektrum Oberösterreichs barrierefrei für den internationalen Markt erschlossen. So stellen wir sicher, dass auch die Schätze abseits der Hotspots weltweit gefunden werden.
Oberösterreich Tourismus setzt Marketingmaßnahmen, die den gesamten Standort Oberösterreich in seiner regionalen Vielfalt umfassend abbilden. Im Fokus stehen insbesondere internationale Awareness-Kampagnen in den definierten Kernmärkten, die primär auf oberösterreich.at sowie themenspezifische Subseiten und Landingpages innerhalb der zentralen Webinfrastruktur verlinken. Durch die konsequente Verknüpfung mit TOURDATA wird dabei eine vollständige und aktuelle Darstellung touristischer Angebote, Betriebe und Regionen gewährleistet. Ergänzend dazu werden ausgewählte Maßnahmen gezielt eingesetzt, um konkrete Angebote und Betriebe – auch aus D-Gemeinden – sichtbar zu machen, etwa im Rahmen von Magazin-Kooperationen, Social-Media- und Influencer-Aktivitäten sowie Gewinnspielen.
Das oberösterreichische Tourismusgesetz sieht seit dem 1. Januar 2025 die Verpflichtung vor, dass Beherbergungsbetriebe die Daten für die Abrechnung der Ortstaxe mittels eines einheitlichen, automatisationsunterstützten Systems bekanntgeben müssen (§ 51 Abs. 6). Bisher wurde das elektronische Meldewesen fast ausschließlich in Tourismusgemeinden verwendet. Die Mehrheit der D-Gemeinden (Nicht-Tourismusgemeinden) hat das Meldewesen, die Ortstaxenabrechnung und die Statistikmeldung analog durchgeführt.
Oberösterreich Tourismus hat im Rahmen des Projektes “Einführung E-Meldewesen für D-Gemeinden” sowohl die Gemeinden als auch die ansässigen Beherbergungsbetriebe bei Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen unterstützt und die Prozesse der Datenübermittlung und die damit verbundenen Aufgaben (Meldewesen, Ortstaxe und Statistikmeldung) digitalisiert.
Neben der Übernahme der Kosten für Installation und jährliche Lizenzgebühren sowie Zusatzpakete wie „Digitale Signatur und Reisedokumenten Scan“ für D-Gemeinden und Betrieben wurde auch ein umfangreiches Servicepaket erarbeitet. Dieses Servicepaket enthält neben Informationsschreiben und Leitfäden auch ein Schulungsangebot sowohl für Gemeinden als auch Betriebe. Die Infoline Meldewesen ist erste Anlaufstelle für Fragen rund ums Meldewesen, Ortstaxe und Statistik von den Gemeinden und unterstützt in der Umstellungsphase ebenso die Beherbergungsbetriebe. Ergänzend dazu wurde auf der b2b Webseite ein eigener Themenbereich zum Meldewesen aufgebaut -
Die Automatisierung des Prozesses, beginnend bei der digitalen Meldung durch den Gast, ist eine Arbeitsersparnis und Effizienzsteigerung für die Betriebe. Durch ein einheitliches System kann die Datenqualität und auch die Datensicherheit verbessert werden. Ziel ist die flächendeckende Verwendung des elektronischen Meldewesens in den D-Gemeinden und bei den dort ansässigen Beherbergungsbetrieben.