Gemeinsam mit ihrem Ehemann und einem kleinen Team schafft Ingrid Lindlbauer auf der Hofalm im 360° Alpenland eine Atmosphäre, die echte Begegnungen in den Mittelpunkt stellt. Das Hüttenleben ist eine echte Leidenschaft, die aber auch Leiden schafft – wie in diesem besonderen Sommer.
Die Begeisterung für die Berge begleitet Ingrid Lindlbauer schon seit ihrer Kindheit. Das Leben auf einer Hütte war für sie immer eng mit Gemeinschaft, Naturverbundenheit und Gastfreundschaft verbunden. Heute erfüllt sie sich diesen Traum als Hüttenwirtin selbst.
Mit ihren 23 Schlafplätzen ist die Hofalm bewusst klein geblieben. Gerade diese Überschaubarkeit macht für Lindlbauer den besonderen Reiz aus. Familien mit Kindern gehören ebenso zu den Stammgästen wie Bergsteigerinnen und Bergsteiger, die auf ihrer Tour zum Großen Pyhrgas einkehren oder übernachten. Besonders berühren sie jene Momente, wenn Kinder zum ersten Mal eine Nacht auf einer Berghütte verbringen.
Auf der Hofalm wird täglich frisch gekocht, Convenience-Produkte haben keinen Platz. Stattdessen kommen hochwertige Zutaten aus der Region auf den Teller. Neben einem klassischen Schweinsbraten aus dem Ofen stehen ebenso vegetarische und vegane Gerichte wie Linsen-Dal oder hausgemachte vegane Zimtschnecken auf der Speisekarte.
Die Hofalm trägt das Umweltgütesiegel des Alpenvereins und wird nach klaren Nachhaltigkeitskriterien geführt. Strom liefert die eigene Photovoltaikanlage, das Wasser stammt aus einer eigenen Quelle. Der sorgsame Umgang mit den vorhandenen Ressourcen gehört zum Alltag.
Und das kann in manchen Situationen auch zur großen Herausforderung werden. Wie gerade jetzt, in diesem trockenen Sommer 2026:
Dieses Bewusstsein möchte sie auch an ihre Gäste weitergeben. Deshalb hat Ingrid Lindlbauer gemeinsam mit der Alpenverein-Sektion Spital am Pyhrn die Initiative Freie Nacht fürs Klima ins Leben gerufen. Die Aktion belohnt eine klimafreundliche Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln und verbindet nachhaltige Mobilität mit einem besonderen Bergerlebnis. Inzwischen beteiligen sich mehrere Alpenvereinshütten im 360° Alpenland an der Initiative und setzen damit ein gemeinsames Zeichen für umweltfreundliches Wandern.
Für Lindlbauer sind Schutzhütten weit mehr als Übernachtungs- oder Einkehrmöglichkeiten. Gemeinsam mit den von den Alpinvereinen ehrenamtlich betreuten Wanderwegen bilden sie eine unverzichtbare Grundlage für den alpinen Tourismus und machen Bergerlebnisse überhaupt erst möglich.
Auch deshalb wünscht sie sich mehr Bewusstsein für die Arbeit hinter den Kulissen. Das Leben auf einer Schutzhütte sei fordernd, gleichzeitig aber unglaublich erfüllend.
Dass die besondere Atmosphäre auf der Hofalm entsteht, ist für Ingrid Lindlbauer das Ergebnis eines kleinen, eingespielten Teams. Während Ingrid in der Küche frisch und mit viel Liebe kocht, kümmert sich Gabriel Povacz mit großer Leidenschaft um den Service und darum, dass sich die Gäste rundum willkommen fühlen. Unterstützt werden die beiden von Menschen, die längst Teil der “Hofalm-Familie” geworden sind: etwa von Tara aus Nepal, der seit mehreren Saisonen in Service und Küche mitarbeitet und mit Fleiß, Humor und seiner Erfahrung als Trekking-Guide aus dem Himalaya eine besondere internationale Note auf die Hütte bringt.
Auch Birgit, eine enge Freundin des Hauses, unterstützt das Team regelmäßig und hat gemeinsam mit Ingrid die inzwischen legendären veganen Zimtschnecken perfektioniert. Dazu kommen einheimische Helferinnen wie Andrea, die mit ihrer herzlichen Art und ihrer Verbundenheit zu den Bergen die familiäre Stimmung auf der Hofalm mitprägen.