Mehr internationale Gäste für Oberösterreich
Die ITB Berlin ist die große Bühne der weltweiten Tourismusbranche: Mehr als 100.000 Besucherinnen und Besucher aus 170 Ländern waren auch heuer wieder Anfang März in Berlin vertreten. Oberösterreich nutzte diese Bühne, um ein wichtiges, auch in der Landes-Tourismusstrategie festgeschriebenes Ziel voranzubringen: künftig noch mehr Gäste aus Deutschland und anderen wichtigen internationalen Märkten für sich zu begeistern.
Wachstumspotenziale in Deutschland und Osteuropa
Der Trend ist klar – die Zahlen von Gästen aus (nahegelegenen) Auslandsmärkten zeigen stark nach oben: Die Ankünfte haben in den zehn Jahren seit 2015 um rund 38 Prozent zugelegt, die Nächtigungen um knapp 34 Prozent. Wichtigster Auslandsmarkt ist nach wie vor Deutschland mit rund 700.000 Ankünften und zwei Millionen Nächtigungen im Tourismusjahr 2025. Besonders beliebt ist Oberösterreich bei den unmittelbaren Nachbarn aus Bayern, die für mehr als ein Drittel der deutschen Gesamtnächtigungen verantwortlich zeichnen. Ein Wachstumsmarkt sind die ostdeutschen Bundesländer inklusive Berlin mit einem Zuwachs von 65 Prozent bei den Ankünften und 43 Prozent bei den Nächtigungen in den vergangenen zehn Jahren.
Besonders stark entwickeln sich auch die osteuropäischen Länder sowie die Niederlande und Großbritannien. Vor allem bei den Nachbarn in Tschechien, aber auch in Polen wird Oberösterreich als Urlaubsziel immer beliebter. Die Zahl der Gästeankünfte aus Tschechien (+147 Prozent, Anm.) und aus Polen (+158 Prozent) hat sich in den vergangenen zehn Jahren deutlich mehr als verdoppelt. Auch aus der Slowakei konnte in diesem Zeitraum ein Gästeplus von fast 70 Prozent verzeichnet werden.
Genau für diese Märkte ist die ITB Berlin die perfekte Plattform, um mit internationalen Partnern, Reiseveranstaltern so wie führenden Medien und Verlagshäusern aus dem Reisebereich in Kontakt zu treten und diese herausragenden Angebote in die Auslage zu stellen.
Donau: Europäischer Erlebnisraum, oberösterreichischer Beitrag
Der längste Fluss innerhalb der Europäischen Union und der “internationalste Fluss der Welt”, der insgesamt zehn Länder verbindet, wird ab sofort auch gemeinsam und grenzübergreifend touristisch vermarktet. Mit Discover your Danube sind Oberösterreich Tourismus und die Donauregion Oberösterreich Teil einer Initiative, die mit der Österreich Werbung, Visit Hungary und der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT) sowie den Tourismusorganisationen Bayerns, Baden-Württembergs, und Niederösterreichs getragen wird.
Die Donau wird dabei als europäischer Lebens- und Erlebnisraum präsentiert, der sich individuell, abschnittsweise und ganzjährig entdecken lässt – vom Natur- und Aktivurlaub über Kultur- und Städteerlebnisse bis hin zu Kulinarik und regionaler Identität. Die Initiative richtet sich gezielt an internationale, qualitätsorientierte Reisende aus ausgewählten Fernmärkten sowie aus den potenzialstärksten europäischen Märkten.
Discover your Danube wurde im Rahmen der ITB 2026 offiziell präsentiert und von den Partnerorganisationen unterzeichnet. Die Initiative ist der nächste logische Schritt, auch länderübergreifend eine gemeinsame touristische Dachmarke für den Donauraum zu etablieren. Mit der ARGE Donau wurde österreichweit bereits seit 2008 eine überregionale Zusammenarbeit gestartet.
Erlebnis Welterbe in Oberösterreich: Schwerpunkt im kommenden Jahr
Ein bedeutendes Urlaubsmotiv, an dem sich insbesondere auch internationale Gäste orientieren, sind die UNESCO Welterbestätten. Verbunden mit dem immateriellen Kulturerbe, das in Oberösterreich in vielfältiger Form erlebbar ist, vom Mühlviertler Blaudruck über das Keramikflämmen in Gmunden bis hin zur Mollner Maultrommel oder dem Trattenbacher Taschenfeitl, lassen sich einzigartige Geschichten erzählen und Urlaubsangebote schnüren.
Das UNESCO Welterbe und das Immaterielle Kulturerbe bieten dem Gast die Möglichkeit einzigartiger und authentischer Erlebnisse in ganz Oberösterreich:
- Das UNESCO Weltkulturerbe "Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein – Salzkammergut“ besteht seit 1997. Seit 7.000 Jahren prägt der Salzabbau die Region rund um Hallstatt und den Dachstein. Die Salzwelten Hallstatt im Hochtal des Salzbergs gehören zu den beliebtesten Ausflugszielen in Oberösterreich. Wanderungen am Krippenstein und der Soleleitungsweg zwischen Hallstatt und Ebensee verknüpfen Natur- und Kulturerlebnis genauso wie geführte Welterbe-Wanderungen und E-Bike Touren. Der „Weg des Salzes“ entlang der Traun nach Gmunden und weiter über Wels und Linz nach Böhmen weist über die Region hinaus.
- Seit 2011 sind die "Prähistorischen Pfahlbauten rund um die Alpen“ ein UNESCO Weltkulturerbe, das sich über mehrere Länder erstreckt und zu der auch der Attersee und der Mondsee gehören. Mit neu konzipierten Erlebnisangeboten, die im Rahmen der OÖ KulturEXPO im Frühjahr 2027 öffnen, wird die Inszenierung der Pfahlbauten in Ausstellungen und Rekonstruktionen derzeit neu konzipiert.
- 2021 wurde das UNESCO Weltkulturerbe "Grenzen des Römischen Reiches – Donaulimes“ eingerichtet, das auch die Donauregion Oberösterreich umfasst. Spuren der Römerzeit finden sich vom Römerburgus Oberranna über das Römerbad direkt an der Schlögener Schlinge bis zum Museum Lauriacum in Enns. Der Besuch dieser Stätten wird mit Angeboten wie der „Donaulimes Welterbe-Runde“ mit dem Rad aufgewertet.
- Zum seit 2017 ausgewiesenen UNESCO Weltnaturerbe "Alte Buchenwälder und Buchenurwälder“ in mehreren Ländern gehören auch naturbelassene Bereiche des Nationalparks Kalkalpen. UNESCO Welterbe Touren mit Nationalpark Ranger:innen und der „Wildnistrail Buchensteig“ führen in diese urtümlichen Naturlandschaften. Die waldreiche Gebirgsregion ist zudem durch den Hintergebirgsradweg erschlossen.
- Seit 2018 freut sich der "Handblaudruck in Europa“ über einen Platz auf der internationalen Liste des Immateriellen Kulturerbes. Dieses Handwerk wird nur mehr selten ausgeübt – darunter im Mühlviertel. Die Blaudruckerei Wagner in Bad Leonfelden ist der letzte Betrieb der Region, in dem Blaudruckstoffe entstehen. Das Färbermuseum in Gutau erinnert an die Vergangenheit dieser außergewöhnlichen Färbetechnik, während am selben Ort die Zeugfärberei die Tradition lebendig erhält.
- Als eine der “UNESCO Creative Cities“ wurde Linz als ”UNESCO City of Media Arts“ ausgezeichnet. Die Stadt gibt mit der „Ars Electronica“ den Takt der digitalen Kultur und der Medienkunst vor. Auf diesem fruchtbaren Boden ist nicht nur das „Ars Electronica Center“ als Museum der Zukunft entstanden. Zuletzt hat sich auch die Tabakfabrik zur Drehscheibe der Kreativszene entwickelt. Als Sitz der „Creative Region Linz & Upper Austria“ und des „Valie Export Center“ für Medien- und Performancekunst.
Ansprechpartner
Christoph Glasner, BAOberösterreich Tourismus GmbH
Telefon +437327277-590
E-Mail christoph.glasner@oberoesterreich.at
