Radfahren: Mit Rückenwind durch die Corona-Krise

Die größte Fahrradmarktstudie Europas, die kürzlich vom Delius Klasing Verlag durchgeführt und präsentiert wurde, zeigt trotz der Pandemie positive Entwicklungen auf.

Während viele Branchen bedingt durch die anhaltende Corona-Pandemie unsicheren Zeiten entgegensteuern, fährt die Radbranche mit gehörigem Rückenwind in die nahe Zukunft – und ein Ende des Booms scheint noch lange nicht in Sicht. Auch Europas größte Fahrradmarktstudie des Delius Klasing Verlags, an der 59.640 Leser der führenden Radsportmagazine teilgenommen haben, bestätigt einen Corona-Bonus für die Fahrradbranche. Die Ausgabebereitschaft für neue Räder konnte laut Studie ebenso weiter zulegen wie der Radtourismus vor der eigenen Haustür.

 

Urlaubsland Nummer 1 ist das Heimatland

Bei den beliebtesten Destinationen für einen Radurlaub sind sich alle befragten Zielgruppen einig: Rad-Urlaubsland Nummer 1 ist das eigene Heimatland. Nach dem Lockdown im April stieg das Interesse, den nächsten Radurlaub auf den heimischen Straßen und Trails zu verbringen, weiter deutlich an. Die aktuelle Erhebung zeigt, dass Buchungen in großen Hotels rückläufig sind. Die Befragungsteilnehmer bevorzugen kleinere Pensionen, Campingplätze, Ferienhäuser sowie Jugendherbergen und Gasthöfe.

 

Handel profitiert stark vom aktuellen Fahrrad-Boom

Besonders spannend sind in diesem Jahr die Erkenntnisse über den Einfluss der Corona-Pandemie auf das Hobby Radfahren und damit über mögliche Trends oder Veränderungen in der Radbranche. Denn, Radfahren ist in Corona-Zeiten angesagt wie nie: Der stationäre Handel profitiert ebenso von dem aktuellen Fahrrad-Boom wie auch das Online-Geschäft. Die Branche spricht im Mai sogar vom „besten Monat aller Zeiten“.

Im Bereich Rennrad liegen die sogenannten „Gravelbikes“ besonders im Trend. Mit diesen robusteren Rennrädern kann auch abseits von asphaltierten Straßen gefahren werden. 

Die MTB-Kurve geht bei den Kaufabsichten ebenfalls nach oben: 42 Prozent der TOUR-Leser wollen in den nächsten 24 Monaten ein neues Mountainbike kaufen und sind bereit, dafür im Schnitt 4.054 Euro auf den Tisch zu legen.

E-Mountainbikes erleben wohl den größten Boom am Markt. Auffällig ist, dass die wachsende Käufergruppe nicht ausschließlich aus dem „klassischen“ Mountainbike-Segment kommt, sondern mehr und mehr Direkteinsteiger den Gesamtmarkt erweitern.

In der Leserschaft von MYBIKE – dem Magazin für Alltagsfahrer und Freizeitradler – entwickeln sich die Kaufabsichten klar in eine Richtung. 53 Prozent der Leser planen, in den kommenden Monaten ein E-Bike zu kaufen, nur noch 21 Prozent beabsichtigen den Kauf eines klassischen Trekking- oder Tourenrades.

Schlussfolgernd zeigt die Studie einmal mehr auf, dass sportlich ambitionierte Radfahrer deutlich mehr Rad fahren als vor der Pandemie und dass das Fahrrad als Verkehrsmittel und Freizeitgerät als einer der ganz großen und wenigen Gewinner aus der aktuellen Corona-Krise hervorgeht.

Ansprechpartner

Stefan Pauzenberger, BSc
Oberösterreich Tourismus GmbH
+43 732 7277-535
stefan.pauzenberger@oberoesterreich.at