Aktuelle Informationen und Richtlinen zu Covid-19 für Tourismusverbände und Betriebe in Oberösterreich

Ganz Österreich setzt konsequente Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Infektionszahlen um. Das ermöglicht weitgehende Öffnungen und Lockerungen, auch in den Bereichen Gastronomie, Beherbergung, Kultur und Freizeit. Hier ein Überblick der wichtigsten Informationen und Regelungen für ein achtsames und sicheres Miteinander zum Schutz unserer Gesundheit. 

 

Gästeregistrierung

In Gastronomie-, Beherbergungs- und Freizeitbetrieben ist ab 19. Mai 2021 die Erfassung von Kontaktdaten aller Gäste verpflichtend. Ziel der Gästeregistrierung ist es, im Falle einer nachträglich positiv auf COVID-19 getesteten Person die Kontaktpersonennachverfolgung (Contact Tracing) möglichst einfach und rasch durchführen zu können. Damit können Infektionsketten durchbrochen und die weitere Verbreitung von COVID-19 verhindert werden.

Seit 20. August 2021 ist bei der Erhebung der Kontaktdaten von Gästen  auch die Tischnummer bzw. (in größeren Betrieben) der "Bereich des konkreten Aufenthalts" anzugeben. Die Verpflichtung zur Angabe der Tischnummern gilt nur, sofern nummerierte Tische vorhanden sind.

Mit dem "myVisitPass" der Firma feratel media technologies AG stellt die Oberösterreich Tourismus GmbH Gästen und Tourismusbetrieben ein einheitliches, nutzerfreundliches System zur Gästeregistrierung kostenloses zur Verfügung. Damit wird der Aufwand für die Registrierung für Gäste und Gastgeber auf ein Minimum reduziert.

Details zur digitalen Gästeregistrierung mittels "myVisitPass".

 

Es gibt auch die Möglichkeit die Gästeregistrierung mittels Papierformular vorzunehmen. Hier finden Sie das Formular als pdf zum Download:

Zum Formular für die Kontaktdatenerhebnung

 

Grüner Pass

Rechtzeitig zum Start der Urlaubssaison und der EU-weiten Gültigkeit der 3G-Zertifikate (geimpft, getestet, genesen) steht der "Grüne Pass" für Österreicher/innen nun auch als kostenlose App zur Verfügung. Ab sofort ist die App „Grüner Pass“ – bereitgestellt durch das Bundesrechenzentrum (BRZ) – kostenlos für das Betriebssystem iOS und in Kürze auch für Android erhältlich.

Die App berücksichtigt alle datenschutzrechtlichen Vorgaben. Die Zertifikate inklusive QR-Code können bei Zutritten – etwa in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft - und bei Reisen innerhalb der Europäischen Union unkompliziert und stets griffbereit am Smartphone nachgewiesen werden.

Heimische Betriebe können die Gültigkeit solcher vorgezeigten Zertifikate ganz einfach mit der offiziellen Prüf-Anwendung „GreenCheck“ überprüfen. Sie erkennt alle EU-konformen QR-Codes.

Neben der digitalen Überprüfung mittels GreenCheck-Anwendung ist der analoge Weg, unter anderem mit einem ausgedruckten Zertifikat  oder dem Impfpass in Kombination mit einem Lichtbildausweis, uneingeschränkt möglich.

FAQs "Grüner Pass" für Tourismusbetriebe, Bundesminsterium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus

 

Neue Covid-19 Schutzmaßnahmen ab 15.09.2021, Stufenplan

Aufgrund der steigenden Covid-19 Fallzahlen hat die österreichische Bundesregierung am 08.09.2021 neue Schutzmaßnahmen präsentiert, die für eine stabile Situation in den Herbst- und Wintermonaten sorgen sollen. Eine Überlastung der Hospitalisierungskapazitäten sowie eine Einstufung Österreichs als Risikogebiet soll mit Hilfe eines Stufenplanes verhindert werden. Die Covid-19 Schutzmaßnahmen werden ab sofort abhängig von der Anzahl der mit Covid-19 Patient/innen belegten Intensivbetten in den Krankenhäusern festgelegt. 

 

Regeln für einen sicheren Wintertourismus

Gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium hat das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus am 20.09.2021 Regeln für einen sicheren Wintertourismus in Österreich präsentiert. In dieser aktuellen Information finden Sie alle Schutzmaßnahmen für Gastronomie und Beherbergung, Seilbahnen, Après-Ski sowie für Advent- und Weihnachtsmärkte. Damit sollte eine erfolgreiche Wintersaison 2021/22 möglich sein. Ein umfassender Leitfaden zu den neuen Winterregeln steht demnächst zur Verfügung.

Mehr dazu unter sichere-gastfreundschaft.at

Aktuell gültige Regelungen und Schutzmaßnahmen

Wirtschaftliche Unterstützungsmaßnahmen

Zur Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen wurden umfassende Wirtschaftshilfen auf den Weg gebracht. Folgende Förderungen wurden von der Bundesregierung beschlossen:

 

Kurzarbeit Phase 5

Bundesregierung und Sozialpartner haben sich auf die Verlängerung der Kurzarbeit in Phase 5 geeinigt.

Um die weiterhin von der Corona-Pandemie betroffenen Unternehmen zu unterstützen und für die betroffenen Branchen eine erstrebenswerte Planungssicherheit zu gewährleisten, hat man sich auf zwei differenzierte Modelle geeinigt:

  • Geltungsdauer: Die nachstehenden Regeln gelten vorläufig bis Ende Juni 2022.
  • Dauer der individuellen Antragsphase: 6 Monate beginnend ab 1. Juli 2021 
  • Wie lange kann ein Betrieb Kurzarbeit machen: 24 Monate, unter besonderen Umständen länger.
  • Beihilfe: Die Beihilfe reduziert sich um 15 Prozent. Sie ist damit immer noch höher als vor der Corona-Kurzarbeit.
  • Besonders betroffene Betriebe: In Betrieben mit über 50 Prozent Umsatzrückgang (Vergleich: 3. Quartal 2020 zu 3. Quartal 2019), bleibt die Beihilfe bis Ende 2021 unverändert wie in Phase 4. Ebenso im Fall eines neuerlichen Lockdowns.
    • Voraussichtliche abrechnungstechnische Umsetzung: Monatliche Auszahlung der um 15 Prozent reduzierten Beihilfe, Aufzahlung auf volle Beihilfe im Zuge der Endabrechnung.
  • Mindestarbeitszeit: Anhebung der Mindestarbeitszeit auf 50 Prozent der bisherigen Normalarbeitszeit. Bei besonders betroffenen Betrieben bleibt es bei 30 Prozent. Eine Unterschreitung ist bei etwaigen weiteren Lockdowns oder mit einer qualifizierten Begründung möglich.
  • Urlaub: Verpflichtender Verbrauch von 1 Woche Urlaub je angefangenen 2 Monaten Kurzarbeit.
  • Zugang zur Kurzarbeit: Für Betriebe, die schon in Phase 4 in Kurzarbeit waren, unverändert. Für neu in die Kurzarbeit eintretende Betriebe gilt ab Antragstellung eine Frist von drei Wochen, in der sie verpflichtend von AMS und den Sozialpartnern beraten werden.

Detailinformationen des AMS zur Covid-19 Kurzarbeit

 

Verlängerung von Wirtschaftshilfen

Ausfallbonus

  • Der Ausfallsbonus wurde für drei Monate (Juli – September 2021) verlängert
  • Der Vorschuss auf den Fixkostenzuschuss-Teil fällt weg
  • Der Ausfallsbonus besteht nunmehr ausschließlich aus einem Bonus als Ersatz für den Umsatzausfall
  • Eintrittskriterium: 50% Umsatzausfall (zuvor 40%)
  • Der Bonus basiert auf einer adaptierten Ersatzrate:
    • statt bisher 15% bzw. 30% nun Staffelung der Ersatzraten durch den branchenspezifischen Rohertrag (10%, 20%, 30% und 40%)
    • z.B.: Jene Betriebe die im November einen Umsatzersatz iHv 80% erhalten haben, erhalten nun eine Ersatzrate von 40%
  • Gedeckelt ist der Ausfallsbonus mit 80.000 Euro (statt bisher 30.000 Euro)
  • Hinzu kommt eine gemeinsame Deckelung mit der Kurzarbeit: Ausfallsbonus und Kurzarbeit dürfen max. den Umsatz des Vergleichszeitraums ergeben

Nähere Infos finden Sie hier.

 

Verlustersatz

  • Der Verlustersatz wurde um 6 Monate (Juli – Dezember) bis Jahresende 2021 verlängert
  • Eintrittskriterium: 50% Umsatzausfall (zuvor 30%)
  • Deckel: 10 Mio. Euro (beihilfenrechtlicher Rahmen)
  • Betriebe die zuvor einen Fixkostenzuschuss bezogen haben, können ab Juli zum Verlustersatz wechseln

FAQs und Details zum Verlustersatz, Bundesminsterium Finanzen

 

Härtefallfonds Phase 3

  • Der Härtefallfonds wurde für drei Monate (Juli – September 2021) verlängert
  • Eintrittskriterium: 50% Umsatzeinbruch oder laufende Kosten können nicht gedeckt werden
  • Betrag: 600 Euro (statt bisher 1.100 Euro inkl. Comeback-Bonus und Zusatzbonus) –  max. 2000 Euro
  • Zeitraum: ab 1. Juli (für 15. Juni bis 30. Juni gibt es einen automatisierten Ersatz)
  • Beantragungszeitraum: ab 2. August bis Ende Oktober 2021

Nähere Infos finden Sie hier.

 

Neustartbonus

Der Neustartbonus ist eine wichtige Maßnahme, um Menschen wieder in Beschäftigung zu bringen und wurde bis Ende 2021 verlängert.

  • Der Neustartbonus gilt auch für zunächst noch unterausgelastete Betriebe, die dennoch neue Arbeitskräfte brauchen. Dieser Anreiz zielt darauf ab, Mitarbeiter/innen zu gewinnen.
  • Für diese Unterstützungsmaßnahme stehen insgesamt 30 Mio. Euro zur Verfügung.
  • Weiterhin gilt eine Abstufung nach Arbeitszeitausmaß.
  • Zielgruppe sind alle Arbeitslosen, die einen Job annehmen, der noch nicht so hoch entlohnt ist, wie der Job vor Arbeitslosigkeit.
  • Maximale Förderdauer: 28 Wochen (längere Förderdauer z.B. bei manchen Langzeitarbeitslosen möglich).

Nähere Infos unter den FAQs zum Neustartbonus, Bundesministerium für Arbeit

 

Steuerliche Behandlung von Corona-Beihilfen

Grundsätzlich sind Vorteile, die einem Betrieb zufließen, als Betriebseinnahmen zu behandeln. Förderungen, Subventionen oder Zuschüsse sind allerdings dann steuerfrei, wenn sie ausdrücklich im Gesetz genannt werden. Wie COVID-19-Förderungen steuerrechtlich zu behandeln sind, lesen Sie hier.

 

Weiterhin gültige Unterstützungsmaßnahmen:

 

FAQs zum Corona-Hilfspaket der österreichischen Bundesregierung

 

Standortsicherungspaket für Oberösterreich

In Ergänzung zum Maßnahmenpaket des Bundes fokussiert das oberösterreichische Hilfspaket auf Maßnahmen, um die Menschen und Unternehmen zu unterstützen und den Wirtschaftskreislauf in Schwung zu halten. Neben Härtefonds, Bürgschaften und Haftungen für Unternehmen übernimmt durch das Land Oö. ua. auch die Zinsen bis Ende 2021 für neue ÖHT-Kredite der Tourismusbetriebe. Details zum Oberösterreich-Paket finden Sie hier.

 

Verordnungen

 

Handlungsempfehlungen und Leitfäden für Betriebe

Gastronomie und Hotellerie: Covid-19 Präventionskonzept, Leitfaden für den Umgang mit Covid-19 (Verdachts-)Fällen

Das Muster-Präventionskonzept für Gastronomie und Hotellerie wurde überarbeitet und angepasst. Gemäß § 5 und § 6 der 2. COVID-19-Öffnungsverordnung (i.d.F. vom 28. Juni 2021) sind Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe dazu verpflichtet, ein COVID-19-Präventionskonzept auszuarbeiten und umzusetzen.

Demnach hat das Präventionskonzept dem Stand der Wissenschaft zu entsprechen und eine Risikoanalyse sowie folgende Mindestinhalte zu umfassen:

  • spezifische Hygienemaßnahmen,
  • Regelungen zum Verhalten bei Auftreten einer SARS-CoV-2-Infektion
  • Regelungen betreffend die Nutzung sanitärer Einrichtungen,
  • gegebenenfalls Regelungen betreffend die Konsumation von Speisen und Getränken,
  • Regelungen zur Steuerung der Personenströme und Regulierung der Anzahl der Personen,
  • Regelungen betreffend Entzerrungsmaßnahmen, wie Absperrungen und Bodenmarkierungen,
  • Vorgaben zur Schulung der Mitarbeiter*innen in Bezug auf Hygienemaßnahmen und die Durchführung eines SARS-CoV-2-Antigentests.

Basierend auf einem Vorschlag für die vorgeschriebene Risikoanalyse enthält das Muster auch eine Checkliste für die COVID-19 Präventionsmaßnahmen. Darüber hinaus finden Sie für die Gastronomie und Hotellerie zentrale Inhalte, die bei gastronomischen Tätigkeiten sowie bei der Schulung von Mitarbeiter/innen zu beachten sind. Das Muster dient als Vorlage zur Erarbeitung des betriebseigenen Präventionskonzeptes, dh es muss jedenfalls noch - mit Hilfe der Anlagen - an die Gegebenheiten des eigenen Unternehmens angepasst werden.

Das aktuelle "Muster-Präventionskonzept für die Gastronomie und Hotellerie" steht zum Download als PDF- und Word-Datei zur Verfügung.
» Download Muster-Präventionskonzept (PDF)
» Download Muster-Präventionskonzept (Word)

Weiters wurde der "Leitfaden für Tourismusbetriebe hinsichtlich des Umgangs mit COVID-19 (Verdachts-)Fällen" überarbeitet.

 

Mitarbeiter/innen in Gastronomie und Hotellerie

Mitarbeiter/innen in Gastronomie und Hotellerie, die in unmittelbarem Kontakt mit Gästen stehen, müssen in Innenräumen keine FFP2-Maske tragen, wenn sie einen 3G-Nachweis erbringen. Im Freien entfällt die Maskenpflicht zur Gänze.

Zur Durchführung der Testungen soll in erster Linie das Testangebot des jeweiligen Bundeslandes genützt werden. Alternativ kann das bereits bekannte gratis Testangebot „Sichere Gastfreundschaft“ in Anspruch genommen werden. 


Mitarbeiter/innen in Tourismusverbänden

Mitarbeiter/innen in Tourist-Infos mit Kundenkontakt (am Counter) müssen in geschlossenen Räumen keine FFP2-Maske tragen, wenn sie einen Impf- oder Genesungsnachweis erbringen. Sind sonstige geeignete Schutzmaßnahmen vorhanden (zB Plexiglaswände am Counter zwischen Kunde und Mitarbeiter), so kann auf das Tragen einer FFP2-Maske verzichtet werden. Kunden/innen, die eine Tourist-Info betreten und über keinen Impf- oder Genesungsnachweis verfügen, müssen eine FFP2-Maske tragen.

 

Leitfaden der Österreich Werbung zur Einbindung des Sicherheitscontents

Welche Sicherheitsvorkehrungen gelten in Hotellerie und Gastronomie? Antworten auf diese und viele andere Fragen rund um Urlaub in Österreich recherchiert und aktualisiert die Österreich Werbung laufend. Diesen redaktionell in verschiedenen Sprachen aufbereiteten Content können Sie auch für die Information Ihrer Gäste nutzen. Wie Sie den Content der Österreich Werbung für Ihre Webseite übernehmen können, erfahren Sie hier.

 

Trends & Meinungen

ÖW Global: Das Wichtigste zum Tourismus in Zeiten von Covid-19

Anlaufstelle für Daten, Fakten, News, Stimmungen, Buchungssituation, Nachfrageentwicklung, Expertengespräche und Austauschformate
ÖW Global inkl. Dashboard mit Maßnahmen-Ampel und Impf-Statistik

 

Gäste Informationsseiten

Auf der oberösterreich.at wurde eine aktuelle Informationsseite für Gäste eingerichtet. Gerne können Sie diese Seite auch mit Ihrer eigenen Website verlinken.

Pressekommunikation

Die Kommunikation mit den Medien rund um das Thema COVID 19 erfolgt direkt über das Land Oberösterreich. Ihre Anfrage richten Sie bitte an: komm-cov@ooe.gv.at.

Presseanfragen aus unseren Märkten werden über unser Team (presse@oberoesterreich.at) beantwortet. Gerne unterstützen wir die Verantwortlichen in den Tourismusregionen bei Medienanfragen aus den Herkunftsländern.

 

Häufig gestellte Fragen und Informationen zum Coronavirus - weitere Links