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Aktuelle Information und Richtlinen rund um Covid-19 für Tourismusverbände und Betriebe in Oberösterreich

Ganz Österreich setzt konsequente Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Infektionszahlen um. Das ermöglichte weitgehende Öffnungen und Lockerungen, insbesondere in den Bereichen Gastronomie, Beherbergung, Kultur und Freizeit. Hier ein Überblick der wichtigsten Informationen und Regelungen für ein achtsames und sicheres Miteinander zum Schutz unserer Gesundheit. 

 

Gästeregistrierung

In Gastronomie-, Beherbergungs- und Freizeitbetrieben ist ab 19. Mai 2021 die Erfassung von Kontaktdaten aller Gäste verpflichtend. Ziel der Gästeregistrierung ist es, im Falle einer nachträglich positiv auf COVID-19 getesteten Person die Kontaktpersonennachverfolgung (Contact Tracing) möglichst einfach und rasch durchführen zu können. Damit können Infektionsketten durchbrochen und die weitere Verbreitung von COVID-19 verhindert werden.

Mit dem "myVisitPass" der Firma feratel media technologies AG stellt die Oberösterreich Tourismus GmbH Gästen und Tourismusbetrieben ein einheitliches, nutzerfreundliches System zur Gästeregistrierung kostenloses zur Verfügung. Damit wird der Aufwand für die Registrierung für Gäste und Gastgeber auf ein Minimum reduziert.

Details zur digitalen Gästeregistrierung mittels "myVisitPass".

 

Es gibt auch die Möglichkeit die Gästeregistrierung mittels Papierformular vorzunehmen. Hier finden Sie das Formular als pdf zum Download:

Zum Formular für die Kontaktdatenerhebnung

 

Grüner Pass

Ab 19. Mai 2021 dürfen in Österreich Gastronomie-, Tourismus- und Freizeitbetriebe sowie Kulturinstitutionen und Sportstätten wieder aufsperren. Der Nachweis darüber, ob man geimpft, getestet oder genesen ist, steht in engem Zusammenhang mit diesen Öffnungsschritten und ist Voraussetzung für den Zutritt in die Betriebe.  Der Grüne Pass in analoger und digitaler Form wird als einfacher und anwendungsfreundlicher Zutritts-Nachweis dienen. 

Informationen zur Umsetzung des Grünen Passes in 3 Phasen

 

Diese Regelungen und Schutzmaßnahmen gelten seit 10. Juni 2021

Wirtschaftliche Unterstützungsmaßnahmen

Zur Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen wurden umfassende Wirtschaftshilfen auf den Weg gebracht. Folgende Förderungen wurden von der Bundesregierung beschlossen:

 

Kurzarbeit Phase 4

Die Kurzarbeit hat sich bewährt, um die Auswirkungen der Pandemie auf den Arbeitsmarkt einzudämmen. Für Phase 4 der Kurzarbeit von 1. April bis 30. Juni 2021 bedeutet das konkret:

  • Nettoersatzrate von 80 bis 90 Prozent
  • Ersatz der Differenz zwischen dem Entgelt für geleistete Arbeit und den Kosten für die Nettoersatzrate nach dem bisherigen Berechnungssystem
  • Mindestarbeitszeit von 30 Prozent
  • Für besonders betroffene Branchen, wie Beherbergung, Gastronomie, Reise- und Veranstalterbranche, kann die Mindestarbeitszeit wieder unterschritten werden.

Zudem gibt es Förderung von Weiterbildungszeiten während der Kurzarbeit:

  • Zusätzlich zu den Ausfallstunden fördert das AMS Sach- und Personalkosten im Ausmaß von 60 Prozent.
  • Daneben folgt eine Intensivierung der Beratung der Betriebe zu Qualifizierungsmöglichkeiten seitens AMS und Sozialpartner.
  • Wie bisher können geringfügige Erhöhungen der Bemessungsgrundlage von maximal 5 Prozent berücksichtigt werden – dies gilt insbesondere für den Trinkgeldersatz.
  • Die genauen Details zur Kurzarbeit Phase 4 sind hier abrufbar.

 

Kurzarbeit Phase 5 - neue Rahmenbedingungen ab 1. Juli 2021

Bundesregierung und Sozialpartner haben sich am 7. Juni 2021 auf die Verlängerung der Kurzarbeit in Phase 5 geeinigt. Phase 4 der Corona-Kurzarbeit läuft mit Ende Juni 2021 aus. 

Um die weiterhin von der Corona-Pandemie betroffenen Unternehmen zu unterstützen und für die betroffenen Branchen eine erstrebenswerte Planungssicherheit zu gewährleisten, hat man sich auf zwei differenzierte Modelle geeinigt:

  • Geltungsdauer: Die nachstehenden Regeln gelten vorläufig bis Ende Juni 2022.
  • Dauer der individuellen Antragsphase: 6 Monate beginnend ab 1. Juli 2021 
  • Wie lange kann ein Betrieb Kurzarbeit machen: 24 Monate, unter besonderen Umständen länger.
  • Beihilfe: Die Beihilfe reduziert sich um 15 Prozent. Sie ist damit immer noch höher als vor der Corona-Kurzarbeit.
  • Besonders betroffene Betriebe: In Betrieben mit über 50 Prozent Umsatzrückgang (Vergleich: 3. Quartal 2020 zu 3. Quartal 2019), bleibt die Beihilfe bis Ende 2021 unverändert wie in Phase 4. Ebenso im Fall eines neuerlichen Lockdowns.
    • Voraussichtliche abrechnungstechnische Umsetzung: Monatliche Auszahlung der um 15 Prozent reduzierten Beihilfe, Aufzahlung auf volle Beihilfe im Zuge der Endabrechnung.
  • Mindestarbeitszeit: Anhebung der Mindestarbeitszeit auf 50 Prozent der bisherigen Normalarbeitszeit. Bei besonders betroffenen Betrieben bleibt es bei 30 Prozent. Eine Unterschreitung ist bei etwaigen weiteren Lockdowns oder mit einer qualifizierten Begründung möglich.
  • Urlaub: Verpflichtender Verbrauch von 1 Woche Urlaub je angefangenen 2 Monaten Kurzarbeit.
  • Zugang zur Kurzarbeit: Für Betriebe, die schon in Phase 4 in Kurzarbeit waren, unverändert. Für neu in die Kurzarbeit eintretende Betriebe gilt ab Antragstellung eine Frist von drei Wochen, in der sie verpflichtend von AMS und den Sozialpartnern beraten werden.

Alle weiteren Details in Kürze unter www.sichere-gastfreundschaft.at

 

Ausfallbonus

Jedes Unternehmen, das mehr als 40 Prozent Umsatzausfall im Vergleich mit dem jeweiligen Monatsumsatz aus 2019 hat, kann über FinanzOnline eine Liquiditätshilfe bis zu 30.000 Euro pro Monat beantragen. Die Ersatzrate beträgt 30 Prozent des Umsatzausfalls, besteht zur Hälfte aus dem Ausfallsbonus und zur Hälfte aus einem Vorschuss auf den Fixkostenzuschuss 800.000. Da der Ausfallsbonus an den Fixkostenzuschuss 800.000 gebunden ist, herrscht die grundsätzliche Verpflichtung bis 31.12.2021 einen solchen Antrag zu stellen.

Die Antragstellung erfolgt jeweils ab dem 16. des darauffolgenden Monats (zB: 16. Februar für Jänner). Der frühestmögliche Betrachtungszeitraum ist November 2020, der letztmögliche Betrachtungszeitraum ist Juni 2021. Der Antrag kann durch den Unternehmer selbst mit wenigen Klicks monatlich gestellt werden. Die Überprüfung des Umsatzeinbruches erfolgt im Nachhinein durch einen Steuerberater bei Abgabe des Fixkostenzuschuss-Antrages. Nähere Infos finden Sie hier.

 

Ausfallbonus und Zusatzbonus für Privatzimmervermieter

Seit 19. April 2021 können unten aufgelistete Anspruchsberechtigte einen Antrag auf Ausfallbonus für den Betrachtungszeitraum November 2020 bis Juni 2021 in der Höhe von 15 Prozent des ermittelten Umsatzausfalles stellen. Für die Monate März und April 2021 beträgt dieser 30 Prozent. Für jeden Monat ist ein gesonderter Antrag zu stellen. Voraussetzung ist ein Umsatzausfall vom mindestens 40 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum. Anspruchsberechtigte sind:

  • Vermieter von Privatzimmern und Ferienwohnungen, die im eigenen Haushalt höchstens 10 Betten vermieten und nicht der Gewerbeordnung unterliegen.
  • Gewerbliche touristische Vermieter von Gästezimmern und/oder Ferienwohnungen, die aus dieser Tätigkeit Einkünfte gemäß § 28 EStG beziehen und dafür Tourismusabgaben abführen.
  • Sonstige in der touristischen Vermietung von Gästezimmern und/oder Ferienwohnungen tätige natürliche Personen, die aus dieser Tätigkeit Einkünfte gemäß § 28 EStG beziehen und dafür Tourismusabgaben leisten.
  • Wein-, Mostbuschenschank und Almausschank
  • Urlaub am Bauernhof-Betriebe

Zudem können gewerbliche touristische Vermieter von Gästezimmern und/oder Ferienwohnungen, die über 10 Betten vermieten einen Zusatzbonus von 10 Prozent beantragen.

Anträge können bei der Agrarmarkt Austria gestellt werden.

 

Steuerliche Behandlung von Corona-Beihilfen

Grundsätzlich sind Vorteile, die einem Betrieb zufließen, als Betriebseinnahmen zu behandeln. Förderungen, Subventionen oder Zuschüsse sind allerdings dann steuerfrei, wenn sie ausdrücklich im Gesetz genannt werden. Wie COVID-19-Förderungen steuerrechtlich zu behandeln sind, lesen Sie hier.

 

Weiterhin gültige Unterstützungsmaßnahmen:

 

FAQs zum Corona-Hilfspaket der österreichischen Bundesregierung

 

Standortsicherungspaket für Oberösterreich

In Ergänzung zum Maßnahmenpaket des Bundes fokussiert das oberösterreichische Hilfspaket auf Maßnahmen, um die Menschen und Unternehmen zu unterstützen und den Wirtschaftskreislauf in Schwung zu halten. Neben Härtefonds, Bürgschaften und Haftungen für Unternehmen übernimmt durch das Land Oö. ua. auch die Zinsen bis Ende 2021 für neue ÖHT-Kredite der Tourismusbetriebe. Details zum Oberösterreich-Paket finden Sie hier.

 

Verordnungen

 

Handlungsempfehlungen und Leitfäden für Betriebe

Leitfaden für einen sicheren Start in den Sommer

Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus hat den Leitfaden für einen sicheren Start in den Sommer herausgegeben. Gastronomie, Hotellerie, Freizeit- und Veranstaltungsbetriebe finden hier übersichtlich dargestellt alle relevanten Rahmenbedingungen, die ab 19. Mai 2021 gelten.

 

Covid-19 Präventionskonzept

Betriebsstätten mit mehr als 51 Beschäftigten, die sich zumindest zeitweise im Betrieb aufhalten (zB aufgrund von Take-Away oder zulässige Öffnung des Beherbergungsbetriebes), brauchen ab 1. April 2021 ein Covid-19 Präventionskonzept.

Ein solches Konzept muss Präventionsmaßnahmen und eine Risikoanalyse beinhalten. Dazu zählen unter anderem:

  • Spezifische Hygienevorgaben
  • Regelungen betreffend der Nutzung sanitärer Einrichtungen
  • Regelungen für Mitarbeiter- und Kundenströme
  • Entzerrungsmaßnahmen
  • Regelungen zum Verhalten bei Auftreten einer SARS-CoV-2-Infektion

Ein entsprechendes Muster-Präventionskonzept für die Gastronomie und Hotellerie finden Sie hier.

 

Regelungen zu Mitarbeiter-Testungen in Gastronomie und Hotellerie

Mitarbeiter und Betreiber haben sich bei Kundenkontakt (zB bei Abholung oder Lieferung von Speisen und Getränken, an der Rezeption) spätestens alle sieben Tage einem COVID-19-Antigentest oder PCR-Test einer befugten Stelle (zB Teststraße oder Apotheke) zu unterziehen bzw. einen Antigentest zur Eigenanwendung, der in einem behördlichen Datenverarbeitungssystem erfasst wird, durchzuführen (Selbsttest mittels QR-Code).. Der Nachweis darüber ist gegenüber dem Arbeitgeber vorzuweisen und für die Dauer von sieben Tagen bereitzuhalten.

Kann ein negativer Test nicht nachgewiesen werden, ist bei Kundenkontakt eine FFP2-Maske zu tragen. Liegt ein negatives Testergebnis vor, ist am Arbeitsort weiterhin ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen und zwei Meter Abstand gegenüber Personen aus fremden Haushalten einzuhalten. Dies gilt nicht, wenn physischer Kontakt zu Personen aus fremden Haushalten ausgeschlossen werden kann oder sonstige geeignete Schutzmaßnahmen (zB Plexiglaswände) vorhanden sind.

Zur Durchführung der Testungen soll in erster Linie das Testangebot des jeweiligen Bundeslandes genützt werden. Alternativ kann das bereits bekannte gratis Testangebot „Sichere Gastfreundschaft“ in Anspruch genommen werden. 

Einem Nachweis über ein negatives Testergebnis auf SARS-CoV-2 sind eine ärztliche Bestätigung über eine in den letzten sechs Monaten überstandene Infektion mit SARS-CoV-2 oder ein Absonderungsbescheid für einen Zeitraum von sechs Monaten gleichzusetzen. Ein Nachweis über neutralisierende Antikörper ist für drei Monate gleichzusetzen. Ebenso gleichzusetzen ist ein Nachweis über eine erfolgte Impfung gegen Covid-19 ab dem 22. Tag nach der Erstimpfung.

 

Leitfaden für Maßnahmen bei einem COVID-19 (Verdachts-)Fall im Tourismus

Dieser Leitfaden stellt alle Maßnahmen, die bei einem COVID-19 (Verdachts-)Fall zu setzen sind, übersichtlich dar. Von der Absonderung des Gastes am Zimmer, über die Verständigung der Bezirksverwaltungsbehörde, die Anordnung eines Tests und die Kontaktpersonen-Nachverfolgung bis hin zur Abreise des Gastes in die Heimquarantäne werden alle notwendigen Maßnahmen Schritt für Schritt beschrieben.

Darüberhinaus enthält der Leitfaden Gäste-Informationsblätter zu Schutzmaßnahmen, zur Kontaktpersonen-Nachverfolgung und ein Informationsschreiben, falls ein COVID-19 (Verdachts-)Fall in Ihrem Betrieb auftritt. Alle Informationsblätter sind in deutscher und englischer Sprache im Leitfaden enthalten. Hier geht's zum Leitfaden.

 

Leitfaden der Österreich Werbung zur Einbindung des Sicherheitscontents

Welche Sicherheitsvorkehrungen gelten in Hotellerie und Gastronomie? Antworten auf diese und viele andere Fragen rund um Urlaub in Österreich recherchiert und aktualisiert die Österreich Werbung laufend. Diesen redaktionell in verschiedenen Sprachen aufbereiteten Content können Sie auch für die Information Ihrer Gäste nutzen. Wie Sie den Content der Österreich Werbung für Ihre Webseite übernehmen können, erfahren Sie hier.

 

Virtuelle Meetings und Sitzungen

Aufgrund der verordneten Einschränkung sozialer Kontakte empfehlen wir Meetings, sofern notwendig, über elektronische Kommunikationskanäle (z.B. Telefon, Videokonferenzen) abzuhalten. Auch Oberösterreich Tourismus GmbH, die OÖ Touristik, die TTG Tourismus Technologie GmbH sowie die Tourismusbeitragsstelle arbeiten großteils im Homeoffice und sind bis auf weiteres per E-Mail und Telefon erreichbar.

Für Aufsichtsratssitzungen der Tourismusverbände besteht die Möglichkeit, diese als "qualifizierte Videokonferenz" durchzuführen. Ergänzend weisen wir auf die Möglichkeit von Umlaufbeschlüssen hin.

 

Trends & Meinungen

ÖW Global Talk #5: Impfungen und die Bedeutung für das Reisen

Wie wird sich die Impfung in Zukunft auf das Reisen und die Mobilität auswirken? Welche Entwicklungen könnten sich aus einem "Grünen Pass" ergeben und welche Auswirkungen sind für den Tourismus rund um die Welt zu erwarten? Diesen Fragen und Themenstellungen widmete sich der ÖW Global Talk am 25. März 2021. Hier geht's zu ÖW Global und dem Monitoring Dashboard der Österreich Werbung.

 

Gäste Informationsseiten

Auf der oberösterreich.at wurde eine aktuelle Informationsseite für Gäste eingerichtet. Gerne können Sie diese Seite auch mit Ihrer eigenen Website verlinken.

Pressekommunikation

Die Kommunikation mit den Medien rund um das Thema COVID 19 erfolgt direkt über das Land Oberösterreich. Ihre Anfrage richten Sie bitte an: komm-cov@ooe.gv.at.

Presseanfragen aus unseren Märkten werden über unser Team (presse@oberoesterreich.at) beantwortet. Gerne unterstützen wir die Verantwortlichen in den Tourismusregionen bei Medienanfragen aus den Herkunftsländern.

 

Häufig gestellte Fragen und Informationen zum Coronavirus - weitere Links