Aktuelle Informationen und Richtlinen zu Covid-19 für Tourismusverbände und Betriebe in Oberösterreich

Die österreichische Bundesregierung und die oberösterreichische Landesregierung haben weitreichende Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 beschlossen. Von 22. November bis 17. Dezember 2021 gilt in Oberösterreich ein Lockdown, touristische Reisen sind erst nach diesem Zeitraum wieder möglich.

 

3G-Regel am Arbeitsplatz

Die 5. COVID-19-Notmaßnahmenverordnung, die seit 22.11.2021 in Kraft ist, enthält eine generelle Empfehlung, dass - sofern dies die Art der Tätigkeit zulässt - die Tätigkeit vorübergehend im Home-Office ausgeübt werden soll. Es ist darauf hinzuweisen, dass jedoch kein einseitiger Rechtsanspruch auf Home-Office besteht, sondern Home-Office zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer einvernehmlich zu vereinbaren ist.

Beim Betreten von Arbeitsorten ist grundsätzlich eine FFP2-Maske zu tragen, sofern ein physischer Kontakt zu Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, nicht ausgeschlossen ist oder das Infektionsrisiko durch sonstige geeignete Schutzmaßnahmen nicht minimiert werden kann. Sonstige geeignete Schutzmaßnahmen sind insbesondere technische Schutzmaßnahmen wie die Anbringung von Trennwänden oder Plexiglas und sofern technische Schutzmaßnahmen die Arbeitsverrichtung verunmöglichen würde, organisatorische Schutzmaßnahmen wie das Bilden von festen Teams.

Arbeitnehmer, Inhaber und Betreiber dürfen Arbeitsorte, an denen physische Kontakte zu anderen Personen nicht ausgeschlossen werden können, nur betreten, wenn sie über einen 3G-Nachweis verfügen. Weitere Infos zur 3G-Pflicht am Arbeitsplatz von der WKO

 

Gästeregistrierung

In Gastronomie-, Beherbergungs- und Freizeitbetrieben ist seit 19. Mai 2021 die Erfassung von Kontaktdaten aller Gäste verpflichtend. Ziel der Gästeregistrierung ist es, im Falle einer nachträglich positiv auf COVID-19 getesteten Person die Kontaktpersonennachverfolgung (Contact Tracing) möglichst einfach und rasch durchführen zu können. Damit können Infektionsketten durchbrochen und die weitere Verbreitung von COVID-19 verhindert werden.

Seit 20. August 2021 ist bei der Erhebung der Kontaktdaten von Gästen  auch die Tischnummer bzw. (in größeren Betrieben) der "Bereich des konkreten Aufenthalts" anzugeben. Die Verpflichtung zur Angabe der Tischnummern gilt nur, sofern nummerierte Tische vorhanden sind.

Die Gästeregistrierung gilt übrigens auch für alle Weihnachtsmärkte, bei denen Speisen und Getränke nicht nur zum Verkauf, sondern auch zum sofortigen Verzehr angeboten werden.

Mit dem "myVisitPass" der Firma feratel media technologies AG stellt die Oberösterreich Tourismus GmbH Gästen und Tourismusbetrieben ein einheitliches, nutzerfreundliches System zur Gästeregistrierung kostenloses zur Verfügung. Damit wird der Aufwand für die Registrierung für Gäste und Gastgeber auf ein Minimum reduziert.

Details zur digitalen Gästeregistrierung mittels "myVisitPass".

 

Es gibt auch die Möglichkeit die Gästeregistrierung mittels Papierformular vorzunehmen. Hier finden Sie das Formular als pdf zum Download:

Zum Formular für die Kontaktdatenerhebnung

 

Grüner Pass

Der "Grüne Pass" steht allen Österreicher/innen als kostenlose App zur Verfügung. Die App „Grüner Pass“ – bereitgestellt durch das Bundesrechenzentrum (BRZ) berücksichtigt alle datenschutzrechtlichen Vorgaben. Die Zertifikate inklusive QR-Code können bei Zutritten – etwa in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft - und bei Reisen innerhalb der Europäischen Union unkompliziert und stets griffbereit am Smartphone nachgewiesen werden.

Heimische Betriebe können die Gültigkeit solcher vorgezeigten Zertifikate ganz einfach mit der offiziellen Prüf-Anwendung „GreenCheck“ überprüfen. Sie erkennt alle EU-konformen QR-Codes.

Neben der digitalen Überprüfung mittels GreenCheck-Anwendung ist der analoge Weg, unter anderem mit einem ausgedruckten Zertifikat  oder dem Impfpass in Kombination mit einem Lichtbildausweis, uneingeschränkt möglich.

FAQs "Grüner Pass" für Tourismusbetriebe, Bundesminsterium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus

 

Regelungen und Schutzmaßnahmen gültig ab 22. November 2021

Wirtschaftliche Unterstützungsmaßnahmen

Zur Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen wurden umfassende Wirtschaftshilfen auf den Weg gebracht. Folgende Förderungen wurden von der Bundesregierung beschlossen:

 

Kurzarbeit - Anpassung von Rahmenbedingungen

Angesichts der derzeit sehr hohen Infektionszahlen und des notwendigen Lockdowns hat sich das Arbeitsministerium gemeinsam mit den Sozialpartnern darauf verständigt, die Corona-Kurzarbeit bis Ende März 2022 zu verlängern.
Zudem wurden folgende Neuerungen beschlossen:

  • Die Rahmenbedingungen bei der Beantragung der Corona-Kurzarbeit wurden erleichtert.
  • Es wird eine Saisonstarthilfe für die Einstellung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern geben, die in der Saison tätig sind und vor allem in den Tourismusregionen unverzichtbar sind.
  • Es wird eine zusätzliche Zahlung von 500,- Euro für Personen geben, die besonders lange in Kurzarbeit waren.
  • Trinkgeldersatz in Höhe von 5 Prozent.

Erleichterte Rahmenbedingungen bei der Beantragung der Kurzarbeit:

  • Administrative Erleichterungen für Betriebe bei der Beantragung der Kurzarbeit wurden geschaffen.
  • Für Betriebe, die die Kurzarbeit beantragen, entfällt die Prüfung und Bestätigung beim Steuerberater sowie die Zustimmung der Sozialpartner.
  • Zusätzlich haben Unternehmen drei Wochen Zeit, die Corona-Kurzarbeit rückwirkend zu beantragen und bekommen trotzdem die Unterstützung in voller Höhe.

Detailinformationen auf der Webseite der WKO

Covid-19 Kurzarbeit: Informationen des AMS und Antragstellung

 

Saisonstarthilfe für Tourismusbetriebe

Da das bisherige Modell der Kurzarbeit nur für Beschäftigte konzipiert war, die bereits einen vollentlohnten Kalendermonat vor Beginn der Kurzarbeit beschäftigt waren, wurde nun eine Lösung für Saisonarbeitskräfte geschaffen:

  • Die Saisonstarthilfe zur Fachkräftesicherung gilt für alle Personen, die zwischen 3. November 2021 und dem 12. Dezember 2021 angestellt wurden.
  • Für diese Neuanstellungen bekommt der Unternehmer 65 Prozent des Bruttogehalts, also inklusive aller Lohnnebenkosten, vom AMS refundiert, wobei der Arbeitnehmer seinen vollständigen Gehalt bezieht.
  • Diese Regelung gilt bis zum ehestmöglichen Datum, ab welchem die reguläre Kurzarbeit theoretisch in Anspruch genommen werden kann - d.h. spätestens bis zum 31. Jänner 2022.
  • Voraussetzung ist, dass sich der Arbeitnehmer natürlich vor Ort befindet.
  • Zusätzlich greift die Regelung ausschließlich für Saisonbetriebe.
  • Kontrollen stellen sicher, dass eine missbräuchliche Verwendung verhindert wird.

Ein Beispiel aus der Praxis:

  • Ein Saisonbetrieb hat für die Wintersaison am 15. November einen Koch angestellt, wegen des Lockdowns musste der Betrieb aber mit am 22. November zusperren.
  • Der Betrieb kann diesen Mitarbeiter nicht in Kurzarbeit schicken, da hierfür die Bedingung eines vollentlohnten Kalendermonats gilt – Kurzarbeit wäre hier also erst ab 1. Jänner 2022 möglich.
  • Um diesen Koch trotz Lockdown in Beschäftigung zu halten, greift die Saisonstarthilfe, über die der Koch ein vollständiges Gehalt vom Betrieb ausgezahlt bekommt. Der Betrieb wiederum bekommt seinerseits aliquot für die Tage des Lockdowns 65% des Bruttogehalts ersetzt.

Die gleiche Regelung ist auch auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anwendbar, die während des Lockdowns eingestellt werden (bis 12. Dezember), um die Wiedereröffnung vorzubereiten.

 

Verlängerung von Wirtschaftshilfen

Ausfallbonus III

  • Zeitraum: November 2021 bis März 2022
  • mind. 40 % Umsatzeinbruch im Vergleich zum identen Monat 2019
  • Ersatzrate: 10-40% des Umsatzrückgangs, je nach Kostenstruktur der Branche
  • maximaler Rahmen: 2,3 Mio. Euro
  • Beantragung: ab 16. Dezember 2021.

Nähere Informationen finden Sie auf der Webseite des Bundesministeriums für Finanzen.

 

Verlustersatz

  • Zeitraum: Verlängerung bis Ende März 2022
  • mind. 40% Umsatzeinbruch im Vergleich zum identen Monat 2019
  • Ersatzrate: 70% bis 90% des Verlustes
  • maximaler Rahmen: 12 Mio. Euro
  • Beantragung: Anfang 2022

FAQs und Details zum Verlustersatz, Bundesminsterium Finanzen

 

Härtefallfonds für Ein-Personen-Unternehmen und Privatvermieter

  • Zeitraum: November 2021 bis Ende März 2022
  • mind. 40% Einkommensrückgang bzw. wenn die laufenden Kosten nicht mehr gedeckt werden können
  • Ersatzrate: 80% zzgl. 100 Euro des Nettoeinkommensentgangs
  • Maximaler Betrag: 2.000 Euro, Mindestbetrag: 600 Euro

Nähere Infos finden Sie hier.

 

Neustartbonus

Der Neustartbonus ist eine wichtige Maßnahme, um Menschen wieder in Beschäftigung zu bringen und wurde bis Ende 2021 verlängert.

  • Der Neustartbonus gilt auch für zunächst noch unterausgelastete Betriebe, die dennoch neue Arbeitskräfte brauchen. Dieser Anreiz zielt darauf ab, Mitarbeiter/innen zu gewinnen.
  • Für diese Unterstützungsmaßnahme stehen insgesamt 30 Mio. Euro zur Verfügung.
  • Weiterhin gilt eine Abstufung nach Arbeitszeitausmaß.
  • Zielgruppe sind alle Arbeitslosen, die einen Job annehmen, der noch nicht so hoch entlohnt ist, wie der Job vor Arbeitslosigkeit.
  • Maximale Förderdauer: 28 Wochen (längere Förderdauer z.B. bei manchen Langzeitarbeitslosen möglich).

Nähere Infos unter den FAQs zum Neustartbonus, Bundesministerium für Arbeit

 

Steuerliche Behandlung von Corona-Beihilfen

Grundsätzlich sind Vorteile, die einem Betrieb zufließen, als Betriebseinnahmen zu behandeln. Förderungen, Subventionen oder Zuschüsse sind allerdings dann steuerfrei, wenn sie ausdrücklich im Gesetz genannt werden. Wie COVID-19-Förderungen steuerrechtlich zu behandeln sind, lesen Sie hier.

 

Weiterhin gültige bzw. verlängerte Unterstützungsmaßnahmen:

 

NEU: Alle geförderten Unternehmen müssen sich an die COVID-Bestimmungen halten, ansonsten droht eine Rückzahlung der Hilfe. Erhält ein Unternehmen eine Verwaltungsstrafe wegen Verstößen, z.B. im Zusammenhang mit 2-G Kontrollen, dann müssen die Hilfen für den jeweiligen Monat zurückbezahlt werden.

 

FAQs zum Corona-Hilfspaket der österreichischen Bundesregierung

 

Standortsicherungspaket für Oberösterreich

In Ergänzung zum Maßnahmenpaket des Bundes fokussiert das oberösterreichische Hilfspaket auf Maßnahmen, um die Menschen und Unternehmen zu unterstützen und den Wirtschaftskreislauf in Schwung zu halten. Neben Härtefonds, Bürgschaften und Haftungen für Unternehmen übernimmt durch das Land Oö. ua. auch die Zinsen bis Ende 2021 für neue ÖHT-Kredite der Tourismusbetriebe. 

 

Verordnungen

 

Handlungsempfehlungen und Leitfäden für Betriebe

Gastronomie und Hotellerie: Covid-19 Präventionskonzept

Das Muster-Präventionskonzept für Gastronomie und Hotellerie wurde überarbeitet und angepasst. Gemäß § 5 und § 6 der 2. COVID-19-Öffnungsverordnung (i.d.F. vom 28. Juni 2021) sind Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe dazu verpflichtet, ein COVID-19-Präventionskonzept auszuarbeiten und umzusetzen.

Demnach hat das Präventionskonzept dem Stand der Wissenschaft zu entsprechen und eine Risikoanalyse sowie folgende Mindestinhalte zu umfassen:

  • spezifische Hygienemaßnahmen,
  • Regelungen zum Verhalten bei Auftreten einer SARS-CoV-2-Infektion
  • Regelungen betreffend die Nutzung sanitärer Einrichtungen,
  • gegebenenfalls Regelungen betreffend die Konsumation von Speisen und Getränken,
  • Regelungen zur Steuerung der Personenströme und Regulierung der Anzahl der Personen,
  • Regelungen betreffend Entzerrungsmaßnahmen, wie Absperrungen und Bodenmarkierungen,
  • Vorgaben zur Schulung der Mitarbeiter*innen in Bezug auf Hygienemaßnahmen und die Durchführung eines SARS-CoV-2-Antigentests.

Basierend auf einem Vorschlag für die vorgeschriebene Risikoanalyse enthält das Muster auch eine Checkliste für die COVID-19 Präventionsmaßnahmen. Darüber hinaus finden Sie für die Gastronomie und Hotellerie zentrale Inhalte, die bei gastronomischen Tätigkeiten sowie bei der Schulung von Mitarbeiter/innen zu beachten sind. Das Muster dient als Vorlage zur Erarbeitung des betriebseigenen Präventionskonzeptes, dh es muss jedenfalls noch - mit Hilfe der Anlagen - an die Gegebenheiten des eigenen Unternehmens angepasst werden.

Das aktuelle "Muster-Präventionskonzept für die Gastronomie und Hotellerie" steht zum Download als PDF- und Word-Datei zur Verfügung.
» Download Muster-Präventionskonzept (PDF)
» Download Muster-Präventionskonzept (Word)

 

Gastronomie und Hotellerie: Leitfäden für den Umgang mit COVID-19 (Verdachts-)Fällen

Leitfaden des Landes Oberösterreich bei COVID-19 (Verdachts-)Fällen im Tourismus, Stand: 09.11.2021

Leitfaden für Tourismusbetriebe hinsichtlich des Umgangs mit COVID-19 (Verdachts-)Fällen, Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus

 

Leitfaden der Österreich Werbung zur Einbindung des Sicherheitscontents

Welche Sicherheitsvorkehrungen gelten in Hotellerie und Gastronomie? Antworten auf diese und viele andere Fragen rund um Urlaub in Österreich recherchiert und aktualisiert die Österreich Werbung laufend. Diesen redaktionell in verschiedenen Sprachen aufbereiteten Content können Sie auch für die Information Ihrer Gäste nutzen. Wie Sie den Content der Österreich Werbung für Ihre Webseite übernehmen können, erfahren Sie hier.

 

Trends & Meinungen

ÖW Global: Das Wichtigste zum Tourismus in Zeiten von Covid-19

Anlaufstelle für Daten, Fakten, News, Stimmungen, Buchungssituation, Nachfrageentwicklung, Expertengespräche und Austauschformate
ÖW Global inkl. Dashboard mit Maßnahmen-Ampel und Impf-Statistik

 

Winterpotenziale 2021/22

Eine vom NIT im Auftrag der Österreich Werbung durchgeführte Studie in Österreich, Deutschland, Schweiz, Niederlande, UK, Tschechien und Polen zeichnet für den kommenden Winter ein überaus positives Bild. Auf den sieben Märkten haben die Menschen Zeit, Geld und Lust für Winterurlaub. Für jene, die einen Wintersporturlaub oder einen Winterurlaub im Schnee (ohne Sport) planen, gehört Österreich zu den Lieblingsdestinationen. Details zur Studie lesen Sie hier.

 

Gäste Informationsseiten

Auf der oberösterreich.at wurde eine aktuelle Informationsseite für Gäste eingerichtet. Gerne können Sie diese Seite auch mit Ihrer eigenen Website verlinken.

Pressekommunikation

Die Kommunikation mit den Medien rund um das Thema COVID 19 erfolgt direkt über das Land Oberösterreich. Ihre Anfrage richten Sie bitte an: komm-cov@ooe.gv.at.

Presseanfragen aus unseren Märkten werden über unser Team (presse@oberoesterreich.at) beantwortet. Gerne unterstützen wir die Verantwortlichen in den Tourismusregionen bei Medienanfragen aus den Herkunftsländern.

 

Häufig gestellte Fragen und Informationen zum Coronavirus - weitere Links