Die Rückkehr der Legion. Das römische Erbe in Oberösterreich

01.08.2017
Bei der Umsetzung der OÖ. Landesausstellung 2018 und für die nachhaltige touristische Vermarktung arbeitet das Land Oberösterreich eng mit touristischen Organisationen zusammen.

Im Oberen Donautal sind Oberranna und Schlögen als Ausstellungsorte mit jeweils ganz besonderen Themenschwerpunkten vorgesehen. Im oberösterreichischen Zentralraum spielen selbstverständlich die römischen Siedlungen Lentia/Linz und Lauriacum/Enns eine wichtige Rolle, wobei Enns auf Grund seiner historischen und archäologischen Bedeutung im Zentrum steht. Das verbindende Element zwischen diesen Orten ist damals wie heute die Donau (Danuvius).

Die Römer in Oberösterreich - von der Landesausstellung zum kulturtouristischen Projekt

m Rahmen des Interreg-Projektes "AB 119 Inwertsetzung der römischen Kulturstätten in Ostbayern und Oberösterreich" wird grenzüberscheitend an einem digitalen Reiseführer sowie an einer zeitgemäßen kulturtouristischen Inszenierung der Ausgrabungsstätten gearbeitet.  So entsteht rund um das RömerBad in Schlögen ein Römerpark (Rundweg mit Beschilderungen, Ausbau des Aussichtspunkt Donauschlinge Schlögen, künstlerische Inszenierungen). Beim RömerBurgus Oberranna sind ebenfalls Inszenierungsmaßnahmen, wie etwa Spielflächen für Kinder, künstlerische Maßnahmen, Beschilderungen, etc. geplant. Ziel des interaktiven Reise-Guides ist es, Gäste zum Reisen auf römischen Spuren zwischen Regensburg und Enns zu animieren und sie dabei mit nützlichen Inhalten zu begleiten und zu unterstützen. Diese App führt den Gast zu den einzelnen Römerstätten und dient als kurzweiliger multimedialer Wissensvermittler: Audio-Spots und Bilder lassen das römische Erbe und den Alltag der damaligen Bevölkerung - vom Essen und Trinken über Kleidung und Arbeit bis hin zur Badekultur - digital lebendig werden. Die aktuellen Ausgrabungen an der Donau, aber auch unter der Erde Verborgenes - etwa in der römischen Zivilstadt Wels - werden mittels Augmented-Reality-Elementen besonders plastisch erlebbar. Spielerische Elemente wecken die Neugierde und regen dazu an, weitere Römerstätten in Oberösterreich zu entdecken. Durch diese Aufbereitung werden in der gesamten Projektregion spannende Bezüge zur Gegenwart sichtbar: Damals wie heute war das Innviertel eine Kornkammer und wichtiger Lieferant von Lebensmitteln. Wels florierte in der Römerzeit als Verkehrsknoten, Handelsstützpunkt und Zentrum der Verwaltung. Und den Attersee schätzten schon die Römer als Ort des Rückzugs und der Erholung, wie die Reste römischer Villen beweisen. Die Donau erlangte unter den Römern enorme Bedeutung als militärische Grenze, wurde aber auch bereits als Verkehrsweg genutzt. Römerradweg und Donauradweg sowie Wanderwege, Bahn oder Schiff verbinden heute die Orte. Mit diesen Inhalten verstärkt die App die Themen der Landesausstellung 2018 und regt ihre Nutzer dazu an, weitere Schauplätze römischer Geschichte in Oberösterreich zu erleben.

Die nachfolgende Bildergalerie ist mittels Pfeiltasten (links, rechts) bedienbar.

Rahmenprogramm im Oberen Donautal

Im Jahr der Landesausstellung wird die Werbegemeinschaft Donau Oberösterreich außerdem viele ihrer Maßnahmen mit dem "Römer-Thema" aufladen. So werden zum Beispiel die jährlichen Veranstaltungen Rad Total im Donautal, das Donau Tourismus Treffen und Donau in Flammen im Bereich der Ausgrabungsstätten stattfinden und sich dem römischen Erbe widmen. Gemeinsam mit den Gemeinden Engelhartszell, Waldkirchen, St. Agatha und Haibach ob der Donau sowie dem erneuerten Römermuseum der Stadt Passau wird auch intensiv an einem regionalen Rahmenprogramm für die Landesausstellung 2018 gearbeitet. Dieses Rahmenprogramm wird unter anderen Veranstaltungen und Führungen im Römerkastell Boiotro in der Passauer Innstadt, im RömerBurgus Oberranna und im RömerBad Schlögen umfassen. Einzigartig bei dieser Landesausstellung sind auch die Möglichkeiten der Anreise zu den Standorten Oberranna, Schlögen und Enns. So können diese mit dem Rad auf dem Donauradweg, per Fuß am Wanderweg Donausteig, mit dem Schiff, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Auto erreicht werden. Damit auch die Radler am Donauradweg über das römische Erbe und die Landesausstellung informiert werden, werden 20 Römer-Rastplätze errichtet. Diese Plätze sollen eine zusätzliche Attraktion sein und zahlreiche Informationen über das römische Erbe, den Donauradweg und die jeweilige Standortgemeinde umfassen. In einer eigenen Broschüre und einer Online-Präsentation werden alle Ausflugsprogramme aufgezeigt, die in Kombination mit einem Besuch der Landesausstellung genutzt werden können (zB Schifffahrt, Zillenfahrten, Radtouren, Wanderungen, etc.). Damit wird individuell Reisenden, aber auch Gruppen und Vereinen, ein längerer Aufenthalt inklusive Besuch der OÖ. Landesausstellung 2018 schmackhaft gemacht.

 

 

Ansprechpartner

Doris Rom
Oberösterreich Tourismus GmbH
+43 732 7277-165
doris.rom@oberoesterreich.at
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