Oberösterreichs Naturparke vereinen Erholung & Naturschutz

30.09.2014
Die zukunftsweisende Zusammenarbeit von Naturschutz und Tourismus in den oberösterreichischen Naturparks sorgt für regionale Wertschöpfung und Beschäftigungsmöglichkeiten.

Naturparke sind auf Grund ihrer besonders vielfältigen Kulturlandschaft als Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen. Sie erhalten in Zusammenhang mit ihrer Eignung für die Erholung und den Möglichkeiten der Naturschutzbildung das Prädikat eines Naturparkes. Alleinstellungsmerkmale der drei oberösterreichischen Naturparke: Granitrestlinge und vielfältige Extensivstandorte entlang von Böschungen, Hecken und Lesesteinmauern im Mühlviertel, die Obstbaumwiesen und –reihen entlang von Wegen und Straßen im Obst-Hügel-Land und die stark gegliederte Kulturlandschaft mit dem Wechsel aus bewaldeten und unbewaldeten Flächen, sowie tief eingeschnittene Gräben und Bäche zwischen dem Atter- und Traunsee. Die schöne Landschaft macht die Räume für erholungssuchende Gäste, vor allem für den Ausflugstourismus, interessant. Eine Kooperation mit den touristischen Organisationen ist daher trotz der unterschiedlichen touristischen Verankerung der Regionen im Landestourismus wichtig. Es sind dies z.B. Tagesgäste, die mit dem Bus den Großdöllnerhof in Rechberg besuchen, Feriengäste, die sich zwischen Atter- und Traunsee an Angeboten zum „Natur erleben und begreifen“ beteiligen oder Erholungssuchende aus dem Ballungsraum Linz, die bei der jährlichen Kirschblütenwanderung einen Ausgleich suchen. 

Intakte Naturlandschaften sind ein unschätzbares Kapital für die Tourismus- und Freizeitwirtschaft in Oberösterreich. In Verbindung mit qualitätsvollen Freizeitangeboten schaffen sie die Grundlage für regionale Wertschöpfung und damit auch für Beschäftigungsmöglichkeiten. "Die neue Charta der Zusammenarbeit stellt die Kooperation von Naturschutz und Tourismus auf eine neue Ebene. Bei Projekten wie Naturschauspiel.at geht man ja bereits seit Längerem erfolgreich einen gemeinsamen Weg", erklärt Wirtschafts- und Tourismuslandesrat Dr. Michael Strugl. Vor allem für den Ausflugstourismus ist die Zusammenarbeit ein großer Gewinn. Die 21,7 Millionen Tagesausflüge, die die Oberösterreicher jedes Jahr im eigenen Bundesland unternehmen, bringen 480 Millionen Euro Wertschöpfung – ein Wert, der unter anderem durch eine professionelle Vermarktung der Naturpark-Angebote noch weiter steigen soll. Die Marktforschung zeigt, dass Oberösterreichs Urlaubsgäste die schöne Landschaft, intakte Natur, die gute Luft und das gute Klima schätzen und sich deswegen für Oberösterreich entscheiden. Auch dem Bedürfnis nach Ruhe kommt man während des Urlaubs in den Bergen/Seen gerne nach. Das Wandern steht mit 58% an der Spitze der Top-Urlaubsaktivitäten. 55% gehen gerne in der Natur spazieren. Und knapp ein Drittel der Sommergäste bezeichnen ihren Urlaub explizit als Wander-/Bergsteigurlaub. Damit steht der Wanderurlaub nach dem Erholungsurlaub (41%) und dem Natururlaub (37 %) an dritter Stelle der Urlaubsarten. „Oberösterreichs Naturschutzgebiete und Naturparke leisten einen wertvollen Beitrag zum Natur- und Landschaftsschutz und schlagen eine wertvolle Brücke zu den Wünschen und Bedürfnissen unserer Gäste.“ ist Mag. Karl Pramendorfer, Geschäftsführer des Oberösterreich Tourismus überzeugt. Der Oberösterreich Tourismus wird deshalb im nächsten Jahr 2015 dem Thema „Gärten, Parks und Promenaden“ einen besonderen Schwerpunkt widmen und als Jahresthema in die Marketingaktivitäten für das Urlaubsland Oberösterreich integrieren. Vor allem der Naturpark Attersee-Traunsee ist für die Ferienregion Salzkammergut sowohl vom landschaftlichen Erholungs- als auch vom naturtouristischen Erlebniswert für den Tourismusverband Attersee, wie auch den Tourismusverband Traunsee eine Bereicherung.