Beliebte Kurzreisedestination

26.02.2014
Mehr Gäste, aber weniger Nächtigungen in der bisherigen Wintersaison - Oberösterreich hat sich zu einer beliebten Kurzreisedestination entwickelt.

Während die Gästeankünfte in der ersten Hälfte der Wintersaison weiter nach oben stiegen, entwickelten sich die Nächtigungen rückläufig. Das ist ein Indiz dafür, dass sich der Trend zur kürzeren Aufenthaltsdauer fortsetzt. Im Gegensatz zu früher ist der Urlaubsgast heute flexibler im Freizeitverhalten. Anstelle der klassischen Skiwoche treten häufigere, dafür aber kürzere Urlaube – neben Skifahren auch zum Wellnessurlaub oder Städtetrip.

Dahingehend belegen die vorläufigen Statistikzahlen von November 2013 bis Jänner 2014 eine zufriedenstellende Entwicklung für Oberösterreichs Beherbergungsbetriebe: Die Ankünfte (459.000 in Summe) liegen mit + 1,5 % über dem Vorjahresergebnis, die Nächtigungen (1,2 Mio.) mit – 1 % geringfügig unter dem Vorjahr. Besonders beliebt ist Oberösterreich übrigens bei den Österreichern: + 2,8 % mehr Ankünfte von inländischen Gästen bzw. Nächtigungen auf dem hohen Niveau der Vorjahre sind eindeutiger Beweis dafür.

Regional betrachtet zählen Gesundheitsdestinationen wie Bad Hall-Kremsmünster (+ 8,2 %), die Vitalwelt (+ 2,2 %) und das S’Innviertel (+ 2,8 %) zu den Nächtigungsgewinnern. Auch der Städtetourismus zeigt eine positive Nächtigungsentwicklung etwa für Linz (+ 1,9 %) oder Steyr (+ 2,7 %). Während Wintersportdestinationen wie das Innere Salzkammergut (+ 1,7 %) oder das Almtal (+ 6,4 %) mehr Nächtigungen erzielten, entwickelten sich Skiregionen wie der Böhmerwald (-5,4 %) bzw. Pyhrn-Priel (-7 %) im Nächtigungstourismus rückläufig. Dennoch zeigen sich die Skigebiete zufrieden: dank moderner Beschneiungsanlagen konnte bislang perfektes Pistenvergnügen angeboten werden. Mit den noch bevorstehenden Winter- bzw. Krokusferienwochen der Bayern und Holländer sowie Angeboten zum Frühjahrsskilauf will man an das gute Ergebnis des Vorjahres anschließen.

November 2013 bis Jänner 2014 im Detail

459.000 Ankünfte (+ 1,5 %) - davon 307.000 Österreicher (+ 2,8 %) und 152.000 ausländische Gäste (- 0,8 %)

1.223.500 Nächtigungen (- 1,0 %) – davon 807.500 Österreicher (-0,1 %) und 416.000 ausländische Gäste (- 2,8 %)