Urlaubsplanung vor dem Hintergrund der Corona-Krise

Gemeinsam mit der Deutschen Reiseanalyse hat die Österreich Werbung im September untersucht, wie sich die Corona-Krise auf die Reiselust sowie die Reisepläne der Österreicher und Deutschen für den Winter 2020/21 auswirkt.

Die Ergebnisse ergeben ein zwiespältiges Bild: Einerseits ist die Reiselust der Bevölkerung beider Länder grundsätzlich hoch und kommt auch bereits wieder an die Werte von Ende 2019 heran. Gleichzeitig zeigen sich Bedenken im Zusammenhang mit der Pandemie, jeder zweite befürchtet, sich am Urlaubsort oder bei der Anreise mit COVID-19 anzustecken.
 

Reiselust

60% der Österreicher und 53% der Deutschen verspüren Lust zu verreisen. Auch nach Altersgruppen betrachtet ist die Reiselust groß, bei den Österreichern über jener der Deutschen. Nur jeder fünfte Österreicher und jeder vierte Deutsche hat derzeit keinerlei Urlaubslust.

 

Reisepläne und Buchungsverhalten

58% der Österreicher wollen diesen Winter verreisen, zwei Drittel davon im Inland. Bei den Deutschen sind es 55%, die im nächsten halben Jahr eine Reise planen. Am meisten Gedanken machen sich die Befragten darüber, ob sie im Falle einer Stornierung ihr Geld zurückbekommen oder dass sie am Urlaubsort in Quarantäne müssen. Die Rahmenbedingungen und Restriktionen wirken sich somit stärker auf das Reiseverhalten und die Reiselust aus, als die individuelle Angst vor dem Virus. 

Diese Unsicherheiten der Gäste sowie aktuelle Reisewarnungen führen in weiterer Folge auch zu einem veränderten Buchungsverhalten. So gaben 52% der Befragten in Österreich und 39% in Deutschland an, sie würden die weitere Entwicklung abwarten und sehr kurzfristig buchen.

 

Anforderungen an zukünftige Reisen

Bei der Buchung eines Angebots achten die Urlauber neben Geld-Zurück-Garantien beziehungsweise großzügigen Stornobedingungen, auch auf angemessene Hygienemaßnahmen in der Unterkunft und die Sicherheit, trotz Grenzschließungen oder Flugstornierungen wieder nach Hause zu kommen.

Die Gäste setzen auf unterschiedliche Strategien, um diese Anforderungen sicherstellen zu können: 58% der Österreicher und 51% der Deutschen reisen mit dem eigenen Fahrzeug an, jeder Zweite achtet auf Unterkünfte, bei denen man möglichst getrennt von anderen Urlaubern wohnt. Auch die Vertrautheit mit der Urlaubsregion ist jedem Zweiten wichtig.

 

Diese Ergebnisse spiegeln sich auch in einer im Oktober 2020 durchgeführten morphologischen Studie des Rheingold Instituts wieder, wobei in Österreich, den Niederlanden und Deutschland mittels tiefenpsychologischen Interviews die Einstellung zum heurigen Skiurlaub unter den aktuellen Rahmenbedingungen beleuchtet wurde.

 

Große Sehnsucht nach dem Skifahren

Skifahren bietet für die Menschen in Zeiten des Lockdowns ein sehr sehnsuchtsbehaftetes Bild von absoluter Freiheit bei gleichzeitiger Kontrolle. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass das Bedürfnis nach Skiurlaub ungebrochen stark ist. Momentan sind die Gäste in einer Art des aktiven Abwartens, das heißt sie beschäftigen sich gedanklich viel mit dem Skiurlaub, trauen sich aber noch nicht zu buchen. Unsicherheiten bestehen in Bezug auf den Ablauf des heurigen Skiurlaubs gerade an Punkten, an denen es zu einer Verengung kommt wie bei Liftanlagen, Hütten und Unterkünften. Für diese drei zentralen Nadelöhre benötigt es konkrete Sicherheitsmaßnahmen, um das Kontrollgefühl der Menschen wiederherstellen und somit für ein grundlegendes Sicherheitsgefühl im Skiurlaub zu sorgen.

Ansprechpartner

Mag. Rainer Jelinek
Oberösterreich Tourismus GmbH
+43 732 7277-163
rainer.jelinek@oberoesterreich.at