Trends & Meinungen zur Coronakrise und Auswirkungen auf den Tourismus

April und Mai 2020

Finden Sie hier Meinungen und Szenarien unterschiedlicher Trend- und Wirtschaftsforscher zur Coronakrise und deren Auswirkungen auf den Tourismus. Wo die Reise heuer tatsächlich hingeht, kann derzeit keiner genau sagen. Vieles wird von der Eindämmung des Coronavirus und möglichen Wellen abhängen.

 

Studie "Tag 1: Wie sich die österreichische Tourismusbranche optimal auf den Restart nach der Corona-Krise vorbereiten kann."

Karmasin Motivforschung führte im Auftrag der Österreich Werbung und der neun Landes-Tourismusorganisationen eine Analyse unter der österreichischen Bevölkerung durch, um Veränderungen der Werte, Einstellungen, Motive und des (Urlaubs-)Verhaltens aufgrund der aktuellen Corona-Situation zu ermitteln. Die Ergebnisse sollen es den Unternehmen sowie der Tourismus-Branche ermöglichen, sich auf die Zeit nach Corona vorzubereiten: es gilt, Geschäftsmodelle, Positionierungen, Zielgruppen und Ansprachen auf Aktualität und Relevanz in einer neuen veränderten Zeit nach Corona zu hinterfragen. Ziel ist die optimale Vorbereitung auf „Tag 1“ nach Corona. Lesen Sie hier die übersichtlich aufbereiteten Ergebnisse der Analyse.

 

IMAS-Umfrage zeigt: Viele Oberösterreicher sind bezüglich Urlaubsplänen noch abwartend

Ziel dieser empirischen Untersuchung, die IMAS-International im Auftrag von Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Markus Achleitner durchgeführt hat, war es, die Ansichten der Oberösterreicher bezüglich ihres Tourismus- und Freizeitverhaltens während der COVID-19-Krise demoskopisch zu erheben. Besonderer Fokus wurde auf Oberösterreich als Urlaubsziel gelegt. Erhebungszeitraum war von 4. bis 15. Mai 2020. Es wurden 407 Personen (repräsentativ für die oberösterreichische Bevölkerung ab 16 Jahren) befragt. Zu den Ergebnissen der Umfrage.

 

Österreich plant Sommerurlaub

Die Corona-Krise wirkt sich auf die Urlaubsplanung der Österreicher aus: Fernreisen fallen aus, Erreichbarkeit und Sicherheit des Urlaubsziels treten in den Vordergrund. Angesichts der unsicheren Corona-Lage erlebt der Österreich-Urlaub eine Renaissance. Das ist das Ergebnis der jüngsten Gallup-Erhebung zu den Urlaubsplänen der österreichischen Haushalte. 36 Prozent haben bereits fixe Urlaubspläne, 31 Prozent warten noch ab.

 

Die Zukunft des Tourismus in Österreich

"Mediaplus Austria INFORMIERT" und "St. Elmo's Tourismusmarketing" werfen gemeinsam einen Blick auf (Post-)Corona-Strategien und Best Cases in der österreichischen Tourismusbranche. Trends und Zukunftsszenarien rund die mittel- bis langfristige Entwicklung des Tourismus dürfen dabei natürlich auch nicht fehlen. Lesen Sie mehr darüber, worauf es für touristische Leistungsträger ankommt und wo Potenziale für einen gelungen Re-Start liegen.

 

European Tourism 2020 - Trends & Prospects (Q1/2020)

Die neueste Ausgabe des European Tourism Trends & Prospects beschäftigt sich mit den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf den Tourismussektor und das gesamtwirtschaftliche Umfeld. Es wird auch eine kurze Folgeabschätzung gegeben. Hier geht's direkt zur Studie.

 

Erste Abschätzung der Nächtigungsverluste 2020, Oliver Fritz

Der Tourismus zählt zu den von der Corona-Krise am stärksten betroffenen Wirtschaftsbereichen, da der Schock sowohl die Nachfrageseite (Einschränkungen der Bewegungsfreiheit, Grenzschließungen, Angst der Gäste vor Ansteckungen) als auch die Angebotsseite (Schließung aller heimischen Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe sowie von Freizeiteinrichtungen, die auch touristisch genutzt werden) betrifft. Bereits im März hat WIFO-Ökonom Oliver Fritz schwierige Zeiten für den österreichischen Tourismus prognostiziert und in einem Artikel Anfang April unterschiedliche Szenario-Berechnungen vorgestellt.

 

ÖW Global

Einen tagesaktuellen Überblick zu den Entwicklungen in den Märkten bietet die Österreich Werbung mit dem neuen Dashboard „ÖW Global“, in dem Indikatoren wie die Reiserestriktionen der Länder, die Entwicklung der Buchungsanfragen oder das Interesse an Urlaub in Österreich abgebildet werden. Zum Dashboard
 

Die Wirtschaft nach Corona, Zukunftsinstitut

In seinen 4 Zukunftsszenarien widmete sich das Zukunftsinstitut bereits intensiv den gesellschaftlichen Konsequenzen der Corona-Krise. Veränderte gesellschaftliche Rahmenbedingungen beeinflussen aber natürlich auch die Wirtschaft massiv. Was lässt sich also aus den Szenarien „Totale Isolation“, „Permanenter Krisenmodus“, „Neo-Tribes“ und „Adaption“ für die Wirtschaft nach Corona lernen? Mit dem White Paper „Die Wirtschaft nach Corona“ analysiert das Zukunftsinstitut die wirtschaftlichen Entwicklungen nach der Krise und beschreibt die 3 Phasen der Erneuerung nach Corona. Link zum Whitepaper

 

Die Corona-Rückwärts-Prognose, Matthias Horx

Auch Matthias Horx wirft einen Blick auf die Welt nach Corona: „Nach einer ersten Schockstarre fühlten sich viele sogar erleichtert, dass das viele Rennen, Reden, Kommunizieren auf Multikanälen plötzlich zu einem Halt kam. Menschen, die vor lauter Hektik nie zur Ruhe kamen, auch junge Menschen, machten plötzlich ausgiebige Spaziergänge (ein Wort, das vorher eher ein Fremdwort war). Paradoxerweise erzeugte die körperliche Distanz, die der Virus erzwang, gleichzeitig neue Nähe. Wir haben alte Freunde wieder häufiger kontaktiert, Bindungen verstärkt, die lose und locker geworden waren. Tele- und Videokonferenzen, gegen die sich die meisten Kollegen immer gewehrt hatten (der Business-Flieger war besser) stellten sich als durchaus praktikabel und produktiv heraus.“ https://www.horx.com/48-die-welt-nach-corona/

 

Ein langer Weg zurück, Egon Smeral

Prof. Egon Smeral, Modul University meinte kürzlich: „Es geht nicht nur im die Herstellung der Reisefreiheit, sondern auch um die Veränderung der Verbraucher- und Reisegewohnheiten, wie etwa den Massentransport, das Aufsuchen überfüllter Restaurants, Konzerte, Geschäftsreisen etc. Auch die nachhaltigen wirtschaftlichen Aspekte gilt es zu bedenken, etwa Einkommensausfälle, die Aussetzung von Steuerreformen, Einsparungen bei Transferzahlungen, Vorsichtssparen der Menschen sowie Einbußen bei den Urlaubsbudgets.“ Details dazu lesen Sie hier.

 

Die Sorgen und Hoffnungen der Österreicher, OBSERVER

Die Österreicher vermissen die Treffen mit der Familie oder Freunden derzeit am meisten. Gleich dahinter reihen sich Reisen, Gastronomiebesuche und Ausflüge. Das zeigt die Marktforschung des »OBSERVER«, die von 3. bis 6. April eine österreichweite Umfrage unter 1.000 Personen durchgeführt hat, sie nach ihren Ängsten befragt und worauf sie sich am meisten freuen, wenn die Corona-Krise zu Ende geht.

 

Familien wollen auf Urlaub fahren, kids & fun consulting und Kjero

kids & fun consulting und Kjero haben 650 Familien in ganz Österreich zu ihren Urlaubsplanungen für 2020 befragt und die Ergebnisse der Studie Anfang April vorgestellt. Familien denken schon über Urlaub nach; Berge und Seen stehen hoch im Kurs. Details zur Familien Insights Studie 2020 lesen Sie hier.

 

Auf die positiven Effekte achten, Martin Lohmann

„Das „reisende Virus“ macht deutlich, dass Reisen auch negative Folgen haben können. Das ist nicht neu, wird jetzt aber besonders deutlich. Ich glaube aber nicht, dass deshalb den Deutschen die Reiselust auf Dauer abhanden kommt. Die Branche sollte jetzt möglichst die positiven Effekte einer Reise in den Vordergrund stellen: Wandern oder Skifahren in der frischen Luft fördert die Gesundheit, gemeinschaftliches Reisen ist gut für soziale Beziehungen, Fernreisen erweitern den Horizont. Mich ärgert, dass man sich um diese positiven Effekte kaum schert.“ meinte Dr. Martin Lohmann (Deutsche Reiseanalyse).

 

Stand 25. Mai 2020, diese Seite wird laufend erweitert.