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Neue Wege für Oberösterreich

27.10.2015
Einen ersten Einblick in die künftige Neuausrichtung der Landes-Tourismusorganisation gab es bei der Regionalen Tourismuskonferenz 2015.

Mag. Andreas Winkelhofer, Geschäftsführer des Oberösterreich Tourismus, gab bei der regionalen Tourismuskonferenz Ende Oktober 2015 einen ersten Einblick in die künftige Neuausrichtung der Landes-Tourismusorganisation. Dabei sollen bewährte Aufgabenfelder weiter geführt und neue, innovative Schwerpunktaufgaben etabliert werden. Diese werden derzeit als „Entwicklungsschwerpunkte“ genauer analysiert und sollen künftig einen deutlichen Mehrwert für den Tourismus in Oberösterreich beisteuern.

Dabei wird externer Fachinput und internes Wissen eingebunden, ebenso werden die bestehenden strategischen Grundlagen (Kursbuch Tourismus Oberösterreich 2011-2016 und die korrespondierende Markenstrategie) berücksichtigt. Folgende Entwicklungsschwerpunkte werden derzeit ausführlich behandelt:

 

Internationalisierung/Neue Märkte - Produkt-Markt-Kombinationen

Auf Basis einer fundierten Analyse werden Potenziale für neue Märkte und strategische Geschäftsfelder erarbeitet und zukunftsfähige Produkt-Markt-Kombinationen etabliert. Damit liegt eine klare Handlungsempfehlung vor, welche Märkte künftig mit welchen strategischen Geschäftsfeldern bearbeitet werden.

Um die Auswahl der Herkunftsmärkte nicht anhand der subjektiven Einschätzung einzelner Touristiker vorzunehmen, wurde von Oberösterreich Tourismus in den letzten Wochen gemeinsam ein Märkte-Evaluierungs-Modell für Oberösterreich entwickelt. Dieses Modell liefert auf Basis einer Vielzahl von Indikatoren auf nachvollziehbare, analytische Weise Antworten auf die bei der Marktauswahl wesentlichen Fragen:

  • Wie wichtig ist ein Markt für Oberösterreich? (Bedeutungswert)
  • Wie gut ist Oberösterreich auf diesem Markt? (Performance)
  • Welche Potenziale für Oberösterreich gibt es auf diesem Markt? (Marktattraktivität und Wettbewerbsposition)

Insgesamt werden 21 potenziell relevante Herkunftsmärkte mit Hilfe dieses Modells für Oberösterreich analysiert. Zudem wird das Markt-Evaluierungs-Modell bis Ende Oktober auch auf die fünf Markendestinationen (Salzkammergut, Linz, Donau, Mühlviertel, Pyhrn-Priel) angewendet, sodass eine möglichst große Übereinstimmung bei den zu bearbeitenden Herkunftsmärkten erzielt und die damit verbundenen Synergien optimal genutzt werden können.

In einem nächsten Schritt werden in Expertengesprächen (auch um die branchenfremde Sicht einzubringen) potenzielle Geschäftsfelder evaluiert. Die Ergebnisse daraus werden mit dem Markt-Evaluierungs-Modell anschließend zu marktwirksamen Produkt-Markt-Kombinationen zusammengeführt. Auf dieser Basis wird die künftige Marktstrategie entwickelt.

 

Digitalisierung/Daten- und Contentmanagement

Oberösterreich gilt als erfolgreicher Technologie- und Wirtschaftsstandort. Vom Wissen dieser Branchen will man künftig im Tourismus stärker profitieren bzw. sich im Austausch gemeinsam weiter entwickeln und so zum digitalen Vorreiter im Tourismus in Österreich werden. Digitale Innovationen und Impulse für den Tourismus, die Priorisierung auf „Online first“ sowie eine agile Content-Strategie für Oberösterreich Tourismus und dessen Netzwerkpartner könnten dieses Ziel unterstützen.

 

Kooperationen – Netzwerkmanagement

Gemeinsam mit den Markendestinationen und Oberösterreich Tourismus wird eine verbindliche, klare und nachvollziehbare Aufgabenteilung erarbeitet. Zudem werden zentrale Services des Oberösterreich Tourismus definiert, die die Servicequalität und Professionalität der Tourismusorganisationen weiter stärken. Auch werden Strategien für Kooperationsmodelle (z.B. Wirtschaftskooperationen, Sport & Tourismus, Kultur & Tourismus, Convention Bureau, Standortentwicklung) entwickelt.

 

Die Struktur folgt der Strategie. Nach Vorliegen der strategischen Schwerpunkte, die gemeinsam mit touristischen Partnern und auch branchenfremden Impulsgebern erarbeitet werden, soll ab 2016 sukzessive eine flexible Organisationsstruktur folgen.

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